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Politikverdrossenheit – und keinen kümmert‘s!

27.10.2012, Beitrag in:
 
Permalink: http://www.gegenargument.at/texte/99_Politikverdrossenheit__und_keinen_kmmerts
 
BP Fischer:  Spricht, statt zu schweigen; schweigt, wenn Worte angebracht sind. (Peter Lechner/HBF)
BP Fischer: Spricht, statt zu schweigen; schweigt, wenn Worte angebracht sind. (Peter Lechner/HBF)
Österreichs derzeitige Politik trägt die Demokratie zu Grabe. Bei der Ansprache unseres Reliktes vergangener Tage, Bundespräsident Heinz Fischer, der wie so oft vor Nationalismus warnte, wurde die Demokratie als fundamental beschworen. Die Bevölkerung hingegen kann diesen Sonn- und Feiertagsreden nur mehr wenig abgewinnen.

Unzufriedenheit steigt

Nach einer rezenten Studie nahm das Desinteresse an der hiesigen Politik über die letzten Jahre dramatisch zu. Nur 19 % der 2000 Befragten gaben an, politisch interessiert zu sein. Von der jungen Gruppe der befragten Menschen, den unter 30jährigen, sagte gar die Hälfte, komplett desinteressiert zu sein, was das politische Geschehen in der Alpenrepublik anbelangt.

Insgesamt betrachteten sich 2004, dem Jahr, in dem eine vergleichbare Studie publiziert wurde, 19 % als politisch uninteressiert. Diese Zahl stieg im Jahre 2012 stark an – auf 33 %. Auch was die Arbeit des österreichischen Parlamentes betrifft, sind die Menschen mehr als unzufrieden. 53 % befinden die Arbeit der Repräsentanten als sehr schlecht bzw. eher schlecht, also mehr als die Hälfte der Befragten. Ein wahrlich unrühmlicher Befund für die gesamte heimische Politik!

Mehr direkte Demokratie als Wunsch Fast 80 % der Befragten wollen mehr Demokratie und sehen dies auch in einem Zusammenhang mit einer positiveren Entwicklung des Systems. Das oft zitierte Schweizer Modell soll als Vorbild für die österreichische Politik dienen, so die Ergebnisse der Studie: 72 % sind sehr bzw. eher für eine Einsetzung dieses Modells. Auch die panikartige Reaktionen der Etablierten, wonach die Gefahr bestehe, daß die Todesstrafe durch Plebiszite eingeführt würde, werden durch die Resultate der Studie als lächerlich entlarvt.

Die Mehrheit will über solche Dinge gar nicht erst abstimmen. Dies zeigt einmal mehr, worum es der Politklasse hierzulande wirklich geht: Man fürchtet sich, vom Grüß-Gott-August abwärts, vor dem Machtverlust, weil der Souverän – das sind die Bürger dieses Landes – die Kontrolle zurückerhalten würden. Die Republik vom Kopf auf die Füße zu stellen, ist unerwünscht. Lieber hält man sich Stimmvieh, um die Parteiendiktatur fortzuführen.

Alarmsignale werden überhört Auch die Alarmsignale, daß die Parteien und parteinahen Organisationen seit vielen Jahren Mitgliederschwund zu beklagen haben, die Vereine ständig willige Menschen suchen, schlicht, daß die Bereitschaft, sich selbst zu deklarieren (zu müssen) und zu organisieren, abnimmt, wird von den verkrusteten Apparatschiks in den Parteisekretariaten bewußt verdrängt.

Diese Taubheit ändert nichts, aber wirklich überhaupt nichts an der Tatsache, daß sich dieses System überlebt hat, sondern bestätigt den Befund. Wenn nicht bald gegengesteuert wird, wird ein Vergießen von Krokodilstränen des Establishments an Staatsfeiertagen und Sonntagsreden auch nichts mehr daran ändern, daß Tendenzen bekräftigt werden, die einer Demokratie abträglich sind. Das heißt, eine Veränderung wäre ein Bekenntnis für Demokratie, ein Verharren ein Abgesang an dieselbe.
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Kalenderblatt Datum: 27. Oktober 2012
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in:
Politik
  Gesellschaftspolitik
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Joseph Joubert, französischer Moralist (1754 – 1824)