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„Schau in die Krone“: Fälscherwerkstatt Kronenzeitung?

02.08.2012, Beitrag in:
 
Permalink: http://www.gegenargument.at/texte/74_Schau_in_die_Krone_Flscherwerkstatt_Kronenzeitung
 
140-SyrienKroneZeitungBeschiss.jpg
Bisher galt Österreichs Massenblatt „(Die neue) Kronenzeitung“ in den Augen vieler Bürger, vor allem patriotisch gesinnter, als wohltuendes Gegengewicht zu den typischen Umerziehungsmedien à la „Kurier“ und „Der Standard“. Nun tauchte aber eine dreiste Bildfälschung auf, die „Die Krone“ abdruckte. Willkommen im Klub!
Es handelt sich bei der Retusche um ein Bild, das ein muslimisches Ehepaar mit Kleinkind am Arm beim Gehen inmitten einer Großstadttrümmerlandschaft zeigt. Der markige Titel lautet: „Assads Armee rollt mit Panzern zur ‚Mutter aller Schlachten‘“.

Das Blatt will also suggerieren, daß Mann und Maus in Aleppo, Damaskus und anderswo in Syrien auf der Flucht vor dem Regime seien. In Wirklichkeit wurde der verwüstete Hintergrund hineinretuschiert.

Daß es eher unwahrscheinlich ist, daß eine Frau mit Designer-Handtascherl und in Vollverschleierung in Aleppo um ihr Leben läuft, ist den Bildredakteuren egal.
Dieses Bild wird in der „Krone“ als „Beweis“ für eine Flucht in Aleppo veröffentlicht.
Dieses Bild wird in der „Krone“ als „Beweis“ für eine Flucht in Aleppo veröffentlicht.
Hier das Originalbild. Ein arabisches Pärchen mit Kind beim friedlichen Spaziergang.
Hier das Originalbild. Ein arabisches Pärchen mit Kind beim friedlichen Spaziergang.

„Krone“ heult mit den Wölfen

Willig stimmt man ein in den Chor der Anti-Assad-Krakeeler, die ganz im Sinne der One-World-Propagandisten die Welt neu ordnen wollen – natürlich unter US-Vorzeichen.

Perverserweise sind im Kampf der westlichen Anti-Islam(isten)-Kämpfer ausgerechnet die (mehr oder weniger) laizistischen Systeme im Irak, in Syrien, Libyen, Tunesien und Ägypten zuerst ins Visier der Gleichschalter geraten. Zu spüren bekommen den Wechsel vor allem die Christen: Im Irak sind mittlerweile die meisten geflüchtet.

Westliche Hilfe für Islamisten?

In den drei genannten Ländern Nordafrikas am Mittelmeer zeitigten sogenannte freie Wahlen Erfolge der Art, daß dort die Islamisten ans Ruder kamen. Auch wenn diese sich noch recht moderat geben, fragt man sich doch schon, was Uncle Sam und dessen Helfer veranlaßt, ausgerechnet diesen dem Westen verhaßten Moslemkriegern indirekt zur Macht zu verhelfen.

In Syrien ist die „westliche Wertegemeinschaft“ gerade dabei, das nächste laizistische System im Nahen Osten zu beseitigen. Was danach kommt, kann man sich ausmalen: Hisbollah und andere Islamisten werden in Damaskus nach der Macht greifen. Also Scharia-Befürworter als Alternative gegen den „blutigen alevitischen Diktator“?

Europas Presse hetzt kräftig

Eine maßgebliche Rolle bei der Meinungsmache in bezug auf den Nahen Osten im allgemeinen und auf Syrien im besonderen übt hierzulande die Presse aus. Anstatt differenziert zu berichten, wie dies „Die Krone“ als einziges Massenblatt bei der Beurteilung der österreichischen Innenpolitik bisher zumindest halbwegs tat, schlagen unisono alle etablierten Presseorgane – „Die Krone“ inklusive – vehement auf Assad und dessen Regime ein, ohne zu bedenken, welche Alternative es gibt.

Filmkulissen in der Diktatur Katar errichtet

Und da wohl die Wunschträume der Wirklichkeit angepaßt werden müssen, fälscht man flugs auch gerne einmal Bilder, um in Syrien die Wahrheit zurechtzurücken. Angeblich wurden sogar in der arabischen Diktatur Katar Filmkulissen extra dafür aufgebaut, die dann die gewünschten Greuel-Szenen darstellen können.

Dort werden dann Kampfhandlungen inszeniert, die die Assad Regierung in einem schlechten Licht erscheinen lassen sollen. Mit den Berichten, Photos und Videos werden dann die westlichen Nachrichtenagenturen und Medien beliefert.

Und bekanntlich verwenden sogar staatliche Fernsehanstalten ganz bewußt Bilder von Demonstrationen oder Toten, die entweder uralt sind oder aus anderen Ländern stammen. So ganz nach dem Motto: Der Zweck heiligt die Mittel.

Berufsethos gibt es nicht mehr

Wenn jetzt also „Die Krone“ im Konzert der Geschichts- und Gegenwartsklitterer mitmacht und Manipulationen an Bildern vornimmt, um die Leser zu täuschen, dann zeigt dies, daß man in Österreich nicht mehr guten Gewissens von einer freien Presse sprechen kann; von Journalisten und Redakteuren, bei denen ethische Gesichtspunkte, ein sogenanntes Berufsethos, eine Rolle spielen, ganz zu schweigen.

So wie es heißt „Glaube keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast“, kann man nun sagen: „Glaube keinem Bild, das Du nicht selbst manipuliert hast.“ Wahrlich eine traurige Wirklichkeit im Herzen der „westlichen Wertegemeinschaft“.
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Kalenderblatt Datum: 2. August 2012
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International
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