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„Freedom House“ gegen Ungarn und die Ukraine

17.06.2012, Beitrag in:
 
Permalink: http://www.gegenargument.at/texte/48_Freedom_House_gegen_Ungarn_und_die_Ukraine
 
„Freedom House“: manipulative Propagandawalze gegen widerspenstige Regierungen
„Freedom House“: manipulative Propagandawalze gegen widerspenstige Regierungen
Was namensbedingt wie eine harmlose Allerwelts-Organisation zum Wohle der Freiheit klingt, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als eine höchst manipulative Propaganda-Walze, 1941 von der US-Regierung zur Kriegshatz gegen Deutschland gegründet. Heute stehen widerspenstige Staaten wie die Ukraine oder Ungarn auf der Agenda.
Rechtzeitig zu der in Polen und in der Ukraine stattfindenden Fußball-Europameisterschaft hat „Freedom House“ einen neuen Bericht über die „Staaten im Übergang“ vorgelegt. Darin werden schwere Vorwürfe gegen den ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch erhoben, dessen „fortgesetzter Versuch, ein autoritäres Regime in der Ukraine zu konsolidieren, 2011 einige Erfolge hatte“.

Zudem seien die Befugnisse des Parlaments eingeschränkt worden, es gebe in dem osteuropäischen Land jede Menge politische Gefangene, allen voran die frühere Ministerpräsidentin und Oppositionsführerin Julia Timoschenko, auch werde die Rechtsstaatlichkeit immer weiter ausgehöhlt, und überhaupt hätte sich unter Janukowitsch alles zum Schlechteren entwickelt.

Seit zwei Jahren das selbe Lied

Überraschend kommt die Schelte nicht, zumal westliche Politiker und Medien schon seit Janukowitschs Wahl vor über zwei Jahren dasselbe Lied singen. Der aus dem russischsprachigen östlichen Landesteil stammende Präsident entwickle zunehmend autoritäre Tendenzen, lautet der Hauptvorwurf.

Nun, autoritäre Tendenzen gibt es aber nicht nur in der Ukraine, sondern auch anderswo. Also muß die Kampagne noch andere Gründe haben, die schnell gefunden sind. Janukowitsch hat kurz nach seinem Amtsantritt mit Moskau den Pachtvertrag für die russische Schwarzmeerflotte, die in Sewastopol auf der Halbinsel Krim stationiert ist, um 25 Jahre bis zum Jahr 2042 verlängert. Damit ist der von den USA forcierte NATO-Beitritt Kiews in weite Ferne gerückt.

Scharnier zwischen Mitteleuropa und Rußland

Die Ukraine ist aber ein Schlüsselstaat in Europa. Und zwar nicht nur als Transportland für Erdgas von herausragender Bedeutung, sondern auch als Scharnier zwischen Mitteleuropa und Rußland. Gerät sie unter den Einfluß Rußlands, dann reicht die Machtprojektion Moskaus bis weit in die Mitte des Kontinents hinein, gerät sie hingegen in die Einflußsphäre der USA, würde Rußland zu einer bedeutungslosen europäischen Randmacht werden.

„Freedom House“ bereitete Krieg gegen Deutschland vor

Daß in dieser Lage „Freedom House“ schwere Geschütze auffährt, kommt nicht von ungefähr. Denn diese Organisation, die unter anderem jährliche Ranglisten bezüglich der Pressefreiheit herausgibt, ist, anders als in westlichen Medien dargestellt, alles andere als unabhängig. „Freedom House“, 1941 von der US-Präsidentengattin Eleanor Roosevelt mitbegründet, ist vielmehr ein Propagandainstrument der US-Regierung, die mehr als zwei Drittel dieser Einrichtung finanziert.

Auch darf angenommen werden, daß US-Präsident Franklin D. Roosevelt, ein Hochgradfreimaurer, bei der Gründung von „Freedom House“ hinter den Kulissen die Fäden zog. Denn wie auf der Internetseite dieser angeblichen Nichtregierungsorganisation zu lesen ist, war ein wesentlicher Gründungszweck, in den damals kriegsmüden USA Stimmung für den Kriegseintritt gegen Deutschland zu schaffen.

Widerspenstiges Ungarn

Wie sehr „Freedom House“ dem Zweck dient, die Weltherrschaft der Vereinigten Staaten voranzutreiben, zeigt sich an einem anderen „Land im Übergang“, welches dem Machtbereich der USA einverleibt werden muß, nämlich das widerspenstige Ungarn. So heißt es unter anderem: „Der wachsende Bereich von Gesetzen, die gemäß der neuen Verfassung eine qualifizierte Mehrheit benötigen, wird wahrscheinlich die Effektivität künftiger Regierungen beschädigen“.

Nun, was war geschehen: Ministerpräsident Orban hat mit der neuen Verfassung nicht nur das staatliche Regelwerk grundlegend geändert, sondern darin auch ein Bekenntnis zum Schutz der ungarischen Sprache und der magyarischen Identität festgelegt. Das wiederum ist für „Freedom House“ und andere maßgebliche Kreise in Washington, die die historisch gewachsenen Völker abschaffen und statt dessen eine von den USA geführte „Eine Welt“ installieren wollen, ein unglaublicher Affront, der Konsequenzen nach sich ziehen muß.

Für Freedom House „unverantwortlich“: Banken, bitte zur Kasse!

Aber die Kritik von „Freedom House“ geht noch weiter: „Der Wahltriumph der (Regierungspartei, Anm.) Fidesz war die historische Gelegenheit, das Land aus seiner schlimmen wirtschaftlichen Lage zu retten und entscheidende Reformen der öffentlichen Dienste wie beispielsweise im Gesundheits- und Bildungsbereich einzuleiten. Statt dessen aber hat die Regierung eine unverantwortliche Wirtschaftspolitik betrieben“.

Nun, die Wirtschaftspolitik Orbans ist nicht unverantwortlich, sondern steht bloß in eklatantem Widerspruch zur Globalisierung nach US-amerikanischem Muster. Statt in einer Schwäche dem Ausverkauf des Staates zuzustimmen, hat Orban Maßnahmen zum Schutz der ungarischen Wirtschaft und der Bevölkerung ergriffen. Es sei nur daran erinnert, daß der konservative Regierungschef den Haushalt nicht nur einseitig durch Sparpakete saniert, sondern auch die Banken zur Kasse bittet, die eine jährliche Abgabe von 0,45 Prozent der Bilanzsumme zahlen müssen. Somit überrascht es nicht, daß nun das Imperium zurückschlägt.
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Kalenderblatt Datum: 17. Juni 2012
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in:
Europa
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