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Drehbuchartige Berichterstattung aus Syrien

07.06.2012, Beitrag in:
 
Permalink: http://www.gegenargument.at/texte/43_Drehbuchartige_Berichterstattung_aus_Syrien
 
Syrische „Opposition“: Halbwilde Söldner und fanatische Islamisten - vom Ausland unterstützt
Syrische „Opposition“: Halbwilde Söldner und fanatische Islamisten - vom Ausland unterstützt
Fast täglich berichten westliche Medien von Massakern aus Syrien. Fast alle Berichte aber beruhen auf Angaben einer Opposition, die wohl mehr ihre eigenen Interessen vertritt denn die des syrischen Volkes, und in der immer mehr halbwilde Söldner und fanatische Islamisten den Ton angeben. Mit kräftiger Unterstützung aus dem Ausland.
So etwa „berichtet“ die „syrische Opposition“, und „meldet“ die „Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte“, die Regierung Assad hingegen „behauptet“ und „leugnet“. Nicht einmal widersprüchliche Angaben aus den Reihen der Aufständischen veranlassen beispielsweise den ORF, die „Meldungen“ dieser nicht uneigennützigen Schauergeschichten zu hinterfragen.

Dazu ein Auszug aus dem ORF-Bericht vom 27.05.2012: „Über den Hergang des mutmaßlichen Massakers sickerten am Samstag in Exilkreisen zunächst widersprüchliche Informationen durch. So seien viele Zivilisten nach dem Artilleriebeschuss von regimetreuen Freischärlern niedergemetzelt worden, die im Feuerschutz der Truppen von Haus zu Haus gegangen seien. Kassem widersprach diesen Angaben unter Berufung auf Angaben seines Vaters jedoch entschieden: ‚Ja, es ist ein neues Massaker, aber alle Opfer, alle unschuldigen Kinder wurden von den Granaten des Assad-Regimes getötet.‘“

Und gleich im nächsten Satz rechtfertigt man: „Die Wirkung war nach Oppositionsangaben auch so verheerend genug. Von Aktivisten ins Internet gestellte Videos zeigten zerfetzte und blutige Leichen von Familien mit Kindern in verschiedenen Wohnräumen.“ Nicht einmal, daß die Widerlegung der Angaben des Vaters dann von den UNO-Beobachtern wieder widerlegt wurde, schert die westlichen Berichterstatter. Es wird unkritisch und unbelegt weitergegeben, was „Aktivisten“ „berichten“ und „Beobachtungsstellen“ im Westen „melden“. Inszenierte Youtube-Videos flackern über die Schirme der Welt.

Auch fehlen von Seiten der westlichen Medien die Berichterstatter vor Ort nahezu gänzlich. Wir erinnern uns an die fast stündlichen Live-Schaltungen des ORF in den arabischen Raum, in Fällen, wo die Lage – zumindest oberflächlich – offensichtlich war. Wo es vollkommen gereicht hätte, den Bericht eines ARD- oder ZDF-Berichterstatters zuzukaufen. Nein, da mußte man dann auch mitmischen, um auch noch seinen Senf dazu abzugeben. Haben wir aus Syrien schon eine solche investigative Berichterstattung zu den Vorgängen gesehen?

Berichterstatter vor Ort hingegen zeichnen ein anderes Bild der Lage. Natürlich dringen diese kaum ans Licht der Weltöffentlichkeit. Der Korrespondent Marat Musin der abchasischen „Anna News“ beispielsweise berichtet:

„Während unserer Reise nach Al-Hula in der Provinz Homs haben wir Berichte von ca. einem knappen Dutzend Augenzeugen der Attacke auf die Stadt Al-Hula vom 25. Mai 2012 auf aufgezeichnet und dokumentiert. Der Angriff erfolgte durch eine Einheit bewaffneter Kämpfer aus Ar Rastan. An ihr waren mehr als 700 bewaffnete Rebellen beteiligt. Sie brachten die Stadt unter ihre Kontrolle und begannen mit einer Säuberungsaktion gegen regierungstreue Familien, einschließlich alter Menschen, Frauen und Kinder. Die Toten wurden von den Banden der UNO und der Weltöffentlichkeit als Opfer der syrischen Armee präsentiert…“

Auch Augenzeugen wurden hier befragt und schildern: „Als die UN-Beobachter eintrafen, haben die Banditen ihre Opfer gesammelt und den UN-Leuten präsentiert, und gesagt, das seien friedliche Zivilisten, welche von der Armee umgebracht worden sind. [...] In unserem Dorf lebte eine Frau, die aus dem Libanon stammt. Sie lebte mit ihren drei Kindern bei uns im Dorf, hat als Putzfrau auf der Polizeistation gearbeitet. Sie wurde entführt, vergewaltigt und dann gehenkt. Man warf sie dann einfach auf das Feld, wo ihr Leichnam von Hunden zerfressen wurde. Das war ein schreckliches Bild, sie war vollkommen nackt.“

Und auch solche Berichte könnte man sich schildern lassen: „Es gab auch solche Fälle zu Beginn der Unruhen, als Krankenhäuser überfallen und die Blutkonserven gestohlen wurden, die wurden dann bei den Demonstrationen eingesetzt. Man goss dieses Blut über die Gesichter von vermeintlichen Opfern oder über ‚Verletzte‘, um so eine Show für Al-Jazeera und Al-Arabiya zu inszenieren“.

Stellt sich die Frage, warum einer Augenzeugin vor Ort weniger Glauben geschenkt werden sollte, als so absurd widersprüchlichen Angaben aus den Reihen der Aufständischen. Und auch die Frage, was Assad davon haben sollte, sein eigenes Volk zu massakrieren, und den Kriegstreibern vor jeder wichtigen Sitzung des UN-Sicherheitsrates geradezu drehbuchartig neue Vorwände für Sanktionen und Militärschläge zu liefern.
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Kalenderblatt Datum: 7. Juni 2012
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