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Menschenverachtende Diskussionskultur in Deutschland

20.05.2012, Beitrag in:
 
Permalink: http://www.gegenargument.at/texte/36_Menschenverachtende_Diskussionskultur_in_Deutschland
 
Für Linke sind Nichtlinke rechtlos. (ARD, Günther Jauch)
Für Linke sind Nichtlinke rechtlos. (ARD, Günther Jauch)
Nachdem Thilo Sarrazin mit dem Buch „Deutschland schafft sich ab“ für Aufregung gesorgt hatte, legt er nun mit einer Euro-kritischen Arbeit nach. Die Reaktion der Euro-Befürworter in Deutschland zeigt, daß Sarrazin mit „Europa braucht den Euro nicht“ wiederum genau den Nerv der politischen Klasse in Deutschland getroffen hat.
Es ist fast schon zur Gewohnheit geworden in der nach links gerückten Bundesrepublik Deutschland: Jene, die vor gut 40 Jahren noch den herrschaftsfreien Diskurs gepredigt und die Diskussionsunwilligkeit ihrer Vätergeneration beklagt hatten, entziehen sich inzwischen jeder Debatte um die entscheidenden Kernprobleme des Volkes. Argumente, die den Status quo infrage stellen, werden entweder von den Massenmedien gar nicht erst wahrgenommen oder sie werden abgebürstet und diskreditiert.

Das ist der Fall, wenn die Schweigespirale nicht mehr funktioniert und die Bürger auch ohne Berichterstattung etwas von den Dissidenten mitbekommen, oder, wenn die Kritiker selbst aus dem Establishment stammen.

Sarrazin schlachtet die erste heilige Kuh

Bei Thilo Sarrazin war das bereits vor zwei Jahren der Fall, als er mit dem Buch „Deutschland schafft sich ab“ ganz kaltblütig eine heilige Kuh der etablierten politischen Parteien in Deutschland schlachtete. Selbst Sozialdemokrat, diagnostizierte der Ex-Bundesbanker Sarrazin ganz nüchtern, daß sich Deutschland mit der derzeitigen Masseneinwanderung von vornehmlich integrationsunwilligen und unproduktiven Zuwanderern zunehmend selbst abschaffe.

In unzähligen Talkshows wurden dem gewiß rhetorisch nicht brillanten Sarrazin, der durch eine rechtsseitige Gesichtslähmung gezeichnet ist und der deshalb sehr genau Artikulieren muß, Diskussionsopfer zugeführt. Ein anderes Prädikat wäre unpassend, denn die Auftritte glichen einer Raubtiermanege. Sarrazin hatte Argumente aufzubieten – die linken Kritiker Meinung und Gefühl.

Nun ist der Euro dran

Die politische Klasse, allen voran Angela Merkel, predigt in einem immer verzweifelteren Gleichklang: Europa scheitert, wenn der Euro scheitert. Damit versucht man, jede Diskussion über die Finanzierung von Euro-Schirmen und ESM-Knebelungsverträgen zu unterbinden. Das Scheitern Europas, wie Bundeskanzlerin Merkel es an die Wand malt, wird womöglich nur noch durch die allgegenwärtige Drohung überboten, daß das Klima sich erwärme und die Meere Deutschlands Küste verschlingen würden, wenn wir nicht konsequent abends die Standby-Funktion abschalteten.

Halt‘s Maul, oder wir schlagen zurück

Selbsthaß der Linken ist besorgniserregend (ARD, Günther Jauch)
Selbsthaß der Linken ist besorgniserregend (ARD, Günther Jauch)
Bei dem Euro-Buch sollte alles besser gemacht werden. Noch bevor das Buch gelesen werden konnte, sollte Sarrazin vorgeführt werden - in Deutschlands Talkshow Nummer Eins mit Günther Jauch. Kontrahent war der redegewandte Bilderberger-Liebling Peer Steinbrück – Ex-Finanzminister, Parteifreund Sarrazins und den Fernsehzuschauern durch penetrante Wiederholung als DER Wirtschaftsexperte präsent.

Weil aber auch Steinbrück keine vernünftigen Argumente für den Euro und gegen Sarrazins Buch hatte, mußten starke Worte her. Sarrazin schreibe „Bullshit“, so Steinbrück. Er sei geschichtsvergessen, weil er die „deutsche Verantwortung“ ausblende. Die damit bestätigte Einschätzung des Euro-Kritikers, der Euro sei ein weiterer Preis für die „deutsche Vergangenheit“, bestritt Steinbrück dann aber kurioserweise vehement. Dazu verweisen wir auf Ex-EU-Kommissar Verheugen, der genau das aber behauptet hat - siehe folgenden Video-Ausschnitt:
Günter Verheugen will Deutschland mittels der EU von aussen einhegen und von innen ausdünnen
Video auf YouTube: Verheugen sagt hier ganz klar, was Sarrazin als „nationalistischer Dreck“ vorgehalten wird.

Frankfurter Rundschau: Lispelnde, stotternde, zuckende Menschenkarikatur

Die inhaltliche Diskussion um das Buch hat also begonnen. Die Tonlage wird noch schärfer werden als beim ersten Aufreger. Eine Kolumnistin der SPD-nahen Zeitung „Frankfurter Rundschau“ bezeichnete Sarrazin als „lispelnde, stotternde, zuckende Menschenkarikatur“, die sich darauf spezialisiert habe, „das Niedrigste im Menschen anzusprechen“ – offenbar ein typischer Fall von Projektion.

Bundesfinanzminister Schäuble nannte es beschwörend „himmelschreienden Unsinn“. Und auch der Präsident der deutsch-israelischen Gesellschaft, Reinhold Robbe, ließ sich nicht lange bitten und meinte, mit Sarrazin möge sich niemand mehr in eine Talkshow setzen. Dieser Plan ist schon jetzt gescheitert.

Weblinks (1)

Günter Verheugen will Deutschland mittels der EU...Günter Verheugen will Deutschland mittels der EU von aussen einhegen und von innen ausdünnenVideo auf YouTube
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Kalenderblatt Datum: 20. Mai 2012
Genre-Zuordnung
in:
Europa
  Wirtschaft
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Vince Ebert in der Frankfurter Rundschau am 31.08.2010