Öffnet neues Fenster: Unterstützen mit deiner Spende auf PayPal.com! Öffnet neues Fenster: Zu den RSS-Feeds Zum Gegenargument-Infobrief anmelden!
Die politisch nicht korrekte Internet-Seite für Österreichs Jugend
Kalender von Juli 2017 anzeigen August 2017 Kein Termin nach diesem Zeitpunkt vorhanden
 
Mo Di Mi Do Fr Sa So
31 1 2 3 4 5 6
7 8 9 10 11 12 13
14 15 16 17 18 19 20
21 22 23 24 25 26 27
28 29 30 31 1 2 3
4 5 6 7 8 9 10
Termine ab heute:
Keine unmittelbaren Termine in dieser Zeit.
www.gegenargument.at » Blog » Textbeitrag

Dschihad für Uncle Sam

26.04.2016, Beitrag in:
 
Permalink: http://www.gegenargument.at/texte/278_Dschihad_fr_Uncle_Sam
 
Cover "Dschihad für Uncle Sam" (April 2016)
Cover "Dschihad für Uncle Sam" (April 2016)
Das Jahr 2015 stand in Europa ganz im Zeichen der ­Masseneinwanderung aus dem Nahen Osten und der ­Pariser Terroranschläge. Diese Ereignisse sind eine Folge des Zerfalls einst funktionierender Staaten wie des Irak und Syriens, hervorgerufen durch die interventionistische Politik der USA. Die Vereinigten Staaten, die vorgeben, für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte zu kämpfen, bedienen sich dabei zur Verwirklichung ihrer Ziele islamistischer Gruppen, wobei sich der Bogen von der Unterstützung der Mudschaheddin im Afghanistan der 1980er bis zur Ent­stehung des »Islamischen Staates« in der Gegenwart spannt.
Mit profunder Sachkenntnis analysiert Bernhard Tomaschitz, welche Motive der zerstörerischen Politik der USA und ihres Verbündeten Israel zugrunde liegen, wie im Nahen Osten ein Krisenherd nach dem anderen geschaffen wurde und welche Folgen diese Politik für Europa hat.

Titel: Dschihad für Uncle Sam

Erste Ausgabe, April 2016: Solidaritätspreis: EUR 16,00 ERHÄLTLICH: bei uns online bei uns telefonisch und per eMail Cover: broschiert Umfang: 190 Seiten Verlag: Aula-Verlag GmbH, Graz ISBN: 978-3-900968-22-9 Größe: 19 x 12,5 x 1,1 cm Gewicht: 205g Inhaltsverzeichnis (mit Beginnseitennummern): 003: Vorwort 009: I. "Krieg gegen den Terror" - Griff nach der Weltherrschaft 025: II. Der Palästina-Konflikt - Nährboden des Islamismus 047: III. Ein großes Ziel: "Regimewechsel" in Teheran 067: IV. Irak und Syrien - Chaos als Mittel der US-Politik 123: V. Zentralasien und Jemen - Washington sorgt für Unruhe 147: VI. Die Folgen der Destabilisierung Nordafrikas 171: VII. Europa zahlt die Zeche Vorwort des Buches In Europa ist es unruhig geworden. Islamisten verübten am Freitag, dem 13. November 2015 in Paris und am 22. März 2016 in Brüssel Terroranschläge, bei denen insgesamt mehr als 160 Menschen ums Leben kamen. In mittel- und westeuropäischen Großstädten können Dschihadisten, von Geheimdiensten und Sicherheitsbehörden weitgehend unbehelligt, Anschlagsplanungen nachgehen, und aus dem Nahen Osten hat eine Völkerwanderung eingesetzt, im Rahmen derer sich Islamisten unter die von politisch korrekten Medien und Politikern als "Schutzsuchende" bezeichneten illegalen Einwanderer mischen. Ursache all dessen ist eine Politik der USA, welche die EU in hündischer Ergebenheit im Rahmen der "transatlantischen Partnerschaft" mitträgt. Mit subversiven Mitteln ließ Washington nichts unversucht, arabische Machthaber wie etwa den Ägypter Hosni Mubarak, der zwar kein Demokrat war, jedoch für politische Stabilität sorgte, stürzen. Und wo die Subversion erfolglos blieb, setzte "Uncle Sam" zur Umsetzung seiner wirtschafts- und geopolitischen Ziele auf nackte Gewalt: Mit NATO-Bomben wurde im Frühjahr 2011 Libyens Machthaber Muammar al-Gaddafi gestürzt und ein funktionierender Staat zerstört, und in Syrien werden angeblich "moderate" Rebellen mit Waffen versorgt, die wiederum Präsident Baschar al-Assad aus dem Amt jagen sollen. Dabei wird billigend in Kauf genommen, daß die modernen US-Waffen, zumal sich die "moderaten" Rebellen weitgehend als Trug- bzw Wunschbild erweisen, in die Hände von islamistischen Milizen geraten. Aber das stört Washington nicht, weil das große Ziel - der Sturz Assads - erreicht werden muß, egal wie hoch der zu entrichtende Preis ist. Daß die USA mit Islamisten zusammenarbeiten, ist kein neues Phänomen. Bereits in Afghanistan wurden nach dem Einmarsch der Roten Armee am 25. Dezember 1979 und der Errichtung eines kommunistischen Vasallenstaates Einheiten der Mudschaheddin mit Waffen versorgt. 1987 etwa wurden 65.000 Tonnen Kriegsmaterial geliefert. Der weitaus größte Teil der Waffen landete im Laufe der Zeit in den Händen islamistischer Gruppen, insbesondere einer neuen Bewegung, die sich Taliban nannte. Doch Zbigniew Grzezinski, der Sicherheitsberater von US-Präsident Jimmy Carter, rechtfertigt die von ihm entwickelte Strategie bis heute. Für den notorischen Rußlandhasser Brzezinski war das Entstehen der Taliban der Preis, den es wert war, zu bezahlen, um der UdSSR eine Niederlage im Kalten Krieg beizubringen. Eine entscheidende Rolle beim Entstehen des sogenannten Islamischen Staates (IS) spielen zudem wichtige US-Verbündete wie Saudi-Arabien, Katar oder die Türkei. Sie finanzieren Waffenlieferungen an die Islamisten, oder, wie es Ankara praktiziert, lassen diese unbehelligt die Grenze passieren. Die USA und ihre Verbündeten in der Region, insbesondere Israel, eint zudem das große Ziel, einen "Regimewechsel" in Teheran herbeizuführen. Schließlich weigern sich die Mullahs beharrlich, sich Washington zu unterwerfen, und verfolgen ihre geostrategischen Interessen in Syrien und im Irak. Saudi-Arabien will hingegen unbedingt verhindern, daß der aufstrebende Iran zur bestimmenden Regionalmacht am Persischen Golf wird. Und für Washington ist es - Einigung über das iranische Atomprogramm hin oder her - das Ziel, daß die feindselige Haltung gegenüber Teheran so lange fortgesetzt wird, bis ein "Regimewechsel" stattfindet. Dies nicht zuletzt auch deshalb, weil der Iram bereits zu verstehen gab, daß nach dem Ende der internationalen Sanktionen US-amerikanische Erdölkonzerne das Nachsehen haben werden. Aber auch Rußland engagiert sich verstärkt im Nahen Osten. Es baut seine Beziehungen zum Iran aus, und fliegt in Syrien Luftangriffe gegen Anit-Assad-Kräfte. Einerseits will Moskau verhindern, daß durch zurückkehrende Dschihadisten die Sicherheitslage im Nordkaukasus noch prekärer wird, andererseits gibt Präsident Wladimir Putin zu verstehen, daß Moskau keinesfalls gewillt ist, Washington zu gestatten, alleine über die Neuordnung des Nahen Ostens entscheiden zu können. Entscheidend zum Aufkommen islamistischer Gruppen und Bewegungen trug auch die völkerrechtswidrige Politik des Staates Israel bei. Die Zionisten entrechten die Palästinenser im besetzten Westjordanland, und errichten eine jüdische Siedlung nach der anderen. Doch Israel, die angeblich "einzige Demokratie im Nahen Osten", die sich bei näherem Hinsehen als Apartheidstaat erweist, muß keinerlei Sanktionen befürchten, weil die USA über das Land ihre schützende Hand ausbreiten. Nicht zu Unrecht werfen Islamisten Washington in Sachen Demokratie und Menschenrechte Heuchelei vor. Darüber hinaus arbeitet Israel eifrig an der Umsetzung des sogenannten Yinon-Planes. Dieser ist ein Strategiepapier aus dem Jahr 1982, und sieht das Schüren von Unruhen und die Destabilisierung in ethnisch und religiös gemischten Ländern wie Syrien und dem Irak vor, um diese zu schwächen. Insbesondere soll mit dem Yinon-Plan erreicht werden, daß Israel keine ernstzunehmenden Konkurrenten in der Region mehr hat. Aber auch die USA arbeiten mit Hochdruck an der Destabilisierung eines Staates, und zwar Pakistans, das ein Verbündeter und eine Atommacht ist. Mit einem Netzwerk an halbstaatlichen, subversiv tätigen Stiftungen wird die Unabhängigkeitsbewegung in Belutschistan, dem südlichen Teil Pakistans, unterstützt. In Pakistan wird somit einmal mehr das Entstehen eines "failed state" billigend in Kauf genommen, der sich zu einem sicheren Hafen für Islamisten entwickeln könnte - nur eben nuklear bewaffnet, das den IS als vergleichsweise harmloses Problem erscheinen lassen würde. Ein Nebeneffekt der Politik Washingtons, Staaten zu zerstören und für Chaos zu sorgen, ist, daß dadurch militärische Einsätze zur "Friedensschaffung" erforderlich werden. Diese wiederum bieten einerseits dem militärisch-industriellen Komplex in den USA hervorragende Profite, und andererseits die Möglichkeit, sich durch Truppenstationierungen in Ländern festzusetzen, die über wichtige Bodenschätze verfügen oder von besonderer geostrategischer Bedeutung sind. Dies geschah etwa im Irak und in Afghanistan, wo entgegen einem verkündeten Truppenabzug Tausende US-Soldaten verblieben sind, zu denen noch eine Heerschar von "military contractors" - Vertragsmitarbeitern - wie wie modernen Söldner bezeichnet werden, hinzukommen. Die Vereinigten Staaten, die mit einem quasireligiösen Sendungsbewußtsein das Recht für sich in Anspruch nehmen, auf dem Erdball "Demokratie" und "Menschenrechte" verbreiten zu wollen, sind somit längst zur größten Gefahr für den Weltfrieden geworden.

Weblinks (3)

Cover "Dschihad für Uncle Sam" (April 2016)Cover "Dschihad für Uncle Sam" (April 2016)JPG/61KB
Bestellformular (gegenargument.at)Bestellformular (gegenargument.at)Extern
Bei gegenARGUMENT bestellen: KontaktdatenBei gegenARGUMENT bestellen: KontaktdatenExtern
Beitrags-Servicebereich
Kalenderblatt Datum: 26. April 2016
Genre-Zuordnung
in:
Bücher
  bestellen
Adresse des Beitrag Adresse des Beitrags
Beitrag kommentieren Beitrag kommentieren
Als eMail weiterleiten Als eMail weiterleiten
TrackBack: Austausch TrackBack-URL anfordern
 
Suchen im Blog
Informationen
Aktuelle Umfrage
Politische Korrektheit
Glauben Sie, daß politisch korrekte Bezeichnungen für Minderheiten (etwa Sinti und Roma statt Zigeuner) diese besser in den Alltag integrieren (z.B. am Arbeitsplatz, im Straßenbild)?
Ja, sicher!
8% 
Ich weiß nicht.
4% 
Nein, kompletter Blödsinn!
88% 
Ist Zwang ein gutes Mittel, um positiv für die eigene Sache zu werben (z.B.verordnete Quoten für Frauen und Ausländer)?
Ja, sicher!
7% 
Teils, teils.
5% 
Nein, keinesfalls!
88% 
Zitat
„Ich bin bekannt für meine Ironie. Aber auf den Gedanken, im Hafen von New York eine Freiheitsstatue zu errichten, wäre selbst ich nicht gekommen.”
George Bernard Shaw (1856 – 1950)