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Der Drache wehrt sich - Uncle Sams Griff nach Asien

23.04.2016, Beitrag in:
 
Permalink: http://www.gegenargument.at/texte/277_Der_Drache_wehrt_sich_-_Uncle_Sams_Griff_nach_Asien
 
Cover "Der Drache wehrt sich" (Herbst 2014)
Cover "Der Drache wehrt sich" (Herbst 2014)
In Europa nur wenig bemerkt wird die Tatsache, dass in ­Zentral- und Südostasien längst ein »Großes Spiel« der Weltmächte stattfindet. Während sich die USA diese rohstoffreichen und strategisch wichtigen Regionen ihrer Einflusszone zur Schwächung Chinas und Russlands einverleiben wollen, kontern Moskau und Peking mit der Stärkung der Schanghaier Organisation für Zusammenarbeit und greifen den US-Dollar als Weltleitwährung an. Und die USA tun das, was sie am besten können: Sie entfalten – um angeblich »Freiheit« und »Demokratie« zu verbreiten – subversive Tätigkeiten, stiften zu Aufständen an, verbünden sich mit Islamisten und errichten in Ostasien ein Raketenabwehrsystem, welches angeblich gegen Nordkorea, tatsächlich aber gegen das aufstrebende China gerichtet ist.
Mit profunder Sachkenntnis analysiert Bernhard Tomaschitz die hinter diesem Wettlauf der Mächte stehenden geo­politischen Fragen, zeigt die Mittel und Wege auf, wie die USA sich Zentralasien ihrer Einflusssphäre einverleiben und China eindämmen wollen und welches krakenartige Netzwerk an angeblich »unabhängigen« Stiftungen dabei zum Einsatz kommt.

Titel: Der Drache wehrt sich

Untertitel: Uncle Sams Griff nach Asien Erste Ausgabe, Herbst 2014: Solidaritätspreis: EUR 16,00 ERHÄLTLICH: bei uns online bei uns telefonisch und per eMail Cover: broschiert Umfang: 175 Seiten Verlag: Aula-Verlag GmbH, Graz ISBN: ohne Größe: 19 x 12,5 x 1,0 cm Gewicht: 180g Inhaltsverzeichnis (mit Beginnseitennummern): 003: Vorwort 009: I. Multipolare Weltordnung statt US-Hegemonie 037: II. Der Kampf um Zentralasien 075: III. China - Der Drache ist erwacht 115: IV. Auch in Asien setzt Washington auf Subversion 137: V. Die 'Perlenkette' in Südostasien Vorwort des Buches Im Jahre 2014 fanden wichtige geopolitische Weichenstellungen statt, deren volle Tragweite sich erst in ein paar Jahren, wenn nicht Jahrzehnten, zeigen wird. Unter Führung Rußlands wurde in der kasachischen Hauptstadt Astana am 29. Mai der Gründungsvertrag der Eurasischen Wirtschaftsunion, deren Inkrafttreten mit 1. Januar 2015 vereinbart wurde und die später zur "Eurasischen Union" ausgebaut werden soll, unterzeichnet. Wenige Tage zuvor, am 21. Mai, einigten sich Ru0land und China auf einen Gasliefervertrag. Über 30 Jahre lang wird Rußland den wichtigen Energieträger an das Reich der Mitte liefern. Der Wert des Abkommens beläuft sich auf 400 Milliarden US-Dollar, und verrechnet werden soll ausschließlich in Rubel bzw. der chinesischen Währung Renminbi. Moskau und Peking waren auch die treibenden Kräfte, als die Mitglieder der BRICS-Staatengruppe, also Brasilien, Rußland, Indien, CHina und Südafrika, am 15. Juli 2014 bei ihrem Gipfeltreffen im brasilianischen Fortaleza die "Neue Entwicklungsbank" (NEB) sowie den Währungsfonds "Contingent Reserve Arrangement" (CRA) gründeten. Mit den beiden neuen Finanzinstitutionen soll der Einfluß von Internationalem Währungsfonds und Weltbank und damit der USA auf das Weltfinanzsystem entscheidend geschwächt werden. Die Ereignisse des Jahres 2014 sind nur der letzte Punkt einer seit Jahren währenden Entwicklung. Rußland betreibt, seit Wladimir Putin im Jahre 2000 erstmals Präsident wurde, eine an den eigenen, also den nationalen Interessen ausgerichtete Politik, und gerät damit zwangsläufig mit dem Weltbeherrschungsstreben der Vereinigten Staaten in Konflikt. Gleiches gilt für China, das sich seit den in den 1980er Jahren unter Deng Xiaoping durchgeführten Wirtschaftsreformen in einem schier unaufhaltsamen Aufstieg befindet, und zunehmen die Hegemnialstellung der USA im asiatisch-pazifischen Raum herausfordert. Vergleichsweise wenig bekannt im Westen ist, wie aggressiv die Eindämmungsstrategie Washingtons gegenüber Peking ist. Das beginnt bei subversiven Tätigkeiten in südostasiatischen Staaten, um dort ein US-höriges Regime zu installieren, bis hin zu einem Raketenabwehrschild, der in japan, Südkorea und Taiwan wegen der angeblich von Nordkorea ausgehenden Gefahr errichtet wird. Umgekehrt führt die US-Politik dazu, daß Peking sein Militär noch schneller modernisiert und natürlich auch aufrüstet. Im vorliegenden Band soll deshalb der Blick auf Zentralasien und den südostasiatisch-pazifischen Raum gerichtet werden. Schließlich versucht Washington seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1991, die rohstoffreichen zentralasiatischen Republiken in seine Einflußsphäre zu bringen. Jedoch haben Rußland und China der aggressiven US-Politik durch Gründung der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit einen Riegel vorgeschoben. Und China arbeitet eifrig am Bau von Hochleistungs-Eisenbahnstrecken, die letztlich bis nach Europa führen und die Transportdauer von Waren ins östliche Asien halbieren sollen. Jedoch ist das für die vereinigten Staaten kein Grund, sich mit den geopolitischen Verhältnissen abzufinden. Ganz im Gegenteil, sie versuchen - geschehen in Kirgisien 2005 und 2010 - Revolutionen anzuzetteln, um auf diese Weise einen "Regimewechsel" herbeizuführen. Auf diese Weise versucht Washington auch, verstärkt in Südostasien Fuß zu fassen. So wurde 1986 der in Ungnade gefallene philippinische Machthaber Ferdinand Marcos gestürzt, und 2013 wurde - erfolglos - der Versuch unternommen, die Parlamentswahlen in Malaysia zu manipulieren. Schließlich verfolgen die Vereinigten Staaten das große Ziel, mit einer "Perlenkette", die aus Ländern wie Thailand, Malaysia, Burma, Indonesien oder den Philippinen besteht, China einzudämmen. Besonders abgesehen haben es die USA auf die Mitglieder des südostasiatischen Staatenverbandes ASEAN. Diese sollen völlig unter den Einfluß Washingtons geraten, und für die US-Konzerne geöffnet werden. Zu diesem Zweck finden - natürlich im Geheimen - Verhandlungen über ein TPP-Freihandelsabkommen (Transpazifische strategische wirtschaftliche Partnerschaft) statt. Und langfristig arbeitet Washington daran, ASEAN zu militarisieren und zu einer direkt gegen China gerichteten "pazifischen NATO" zu machen. Darüber hinaus unternehmen die USA auch Versuche, innerhalb Chinas für Unruhen zu sorgen. Zu diesem Zweck werden die Unabhängigkeitsbestrebungen in Xinjiang und Tibet für die eigenen geopolitischen Interessen mißbraucht, weshalb die Exilbewegungen des moslemischen Turkvolks der Uiguren und der Tibeter von der CIA unterwandert wurden. Gerne wird im Westen verschwiegen, daß der Tibet-Aufstand 1959 maßgeblich vom US-Auslandsgeheimdienst unterstützt wurde, und daß Washington in der westchinesischen Provinz Xinjiang nicht einmal vor der Zusammenarbeit mit Islamisten zurückschreckt. Der Zweck heiligt also die Mittel, Hauptsache, China wird geschwächt oder zumindest sein Aufstieg gebremst. Somit überrascht es nicht, daß auch in Zentral- und Ost-Asien das Netzwerk angeblich unabhängiger, tatsächlich aber unter Uncle Sams Einfluß stehender Stiftungen hochaktiv ist. Der Bogen spannt sich dabei vom "National Endowment for Democracy" (NED), das als "ziviler Arm der CIA" gilt, über die "Asia Foundation", einen weiteren Ableger des mächtigen US-Auslandsgeheimdienstes, bis hin zu den Parteistiftungen von Demokraten und Republikanern. Und besonders aktiv sind die "Demokratieförderer", denen es weniger um Bürgerbeteiligung, sondern vielmehr um Durchsetzung der Interessen US-amerikanischer Konzerne geht, in abgeschotteten Ländern wie Burma, das enge Beziehungen zu Peking pflegt. Die Eindämmung Rußlands und Chinas nach dem Ende des Kalten Krieges war ein Projekt neokonservativer Ideologen, um die Stellung der USA als uneingeschränkter Supermacht auf absehbare Zeit zu sichern. Und diese Politik, die auch vom amtierenden US-Präsidenten Barack Obama weitergeführt, ja sogar mit Nachdruck verfolgt wird, fährt gegenüber Moskau und China im wesentlichen immer noch die gleiche Strategie. Vor allem aber bedeutet die feindselige Haltung der USA gegenüber Rußland und China eines: eine ernsthafte Bedrohung des Weltfriedens.

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