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Biene Maja unter NS-Verdacht

17.05.2012, Beitrag in:
 
Permalink: http://www.gegenargument.at/texte/26_Biene_Maja_unter_NS-Verdacht
 
Biene Maja:  Bienenmädchen unter NS-Verdacht
Biene Maja: Bienenmädchen unter NS-Verdacht
Die Vergangenheitsbewältigung volksfeindlicher Gutmenschen wird in deutschen Landen immer radikaler und absurder. Seit geraumer Zeit durchforsten die Tugendwächter auch gezielt alte Kinderbücher nach Hinweisen auf totalitäres Gedankengut. Betroffen vom literarischen Bildersturm ist nun der Kinderroman „Biene Maja“.
Dabei sind den linken Weltverbesserern schon Tugenden wie Gehorsam, Heldenmut, Pflichterfüllung und Volkstreue verdächtig. Sofort schwingt man die Nazi-Keule, auch wenn das Werk bereits vor 100 Jahren geschrieben wurde.

Kein Wunder, daß sich selbstgerechte Linke an Sätzen wie diesen stoßen, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts in fast allen europäischen Staaten gang und gäbe waren: „Sein kühner Soldatentod hatte allen die wilde Seligkeit einer hohen Todesbereitschaft ins Herz gesenkt.“ Und sogar ganz normale Aussprüche wie „Jeder wußte, was seine Pflicht war“ sind den Radikalumerziehern ein Graus.

„Biene Maja nur mit Korrektiv“

Diese entblöden sich nicht einmal, den Kindern die Erziehungsberechtigten als Aufpasser zur Seite stellen zu wollen, wenn jene das Buch „Biene Maja“ lesen möchten, indem man nämlich allen Ernstes fordert: „Wenn Kinder das Buch lesen wollen, dann im Verbund mit den Eltern als Korrektiv.“

Buchautor Bonsels wird als ein Mensch geschildert, dem es in erster Linie darum gegangen sei, „deutsche Werte“ zu vermitteln, den Individualismus als negativ darzustellen und echtes Heldentum – in Verbindung mit Grausamkeiten und Todessehnsucht – aufzuzeigen. Natürlich ist die Literatur des 19. und frühen 20. Jahrhunderts anders als die seit den späten 40er Jahren des 20. Jahrhunderts, von dem dekadenten Geschreibsel der 68er und ihrer Epigonen ganz zu schweigen. Man denke nur an Elfi Jelinek oder den Blödeldichter Ernst Jandl.

Zensur und Verbote feiern fröhliche Urständ!

Nur stellt sich die Frage, in welchem Staat des Abendlandes und darüber hinaus alte Literatur an heutigen Maßstäben gemessen und sogar als unzeitgemäß beinhart aussortiert oder gar verbannt wird. Dabei geht es nicht um Haßtiraden in Werken vergangener Schriftsteller, sondern nur um andere Anschauungen zum täglichen Leben, die man einfach in die damalige Zeit einordnen muß.

Doch die Tugendwächter der Jetztzeit sind radikaler als so manch andere Zeitgenossen früherer Epochen, die damals etwas zu sagen hatten. Und dies geschieht nun alles in einer der angeblich freiheitlichsten Demokratien auf mitteleuropäischen Boden! Zensur und Verbote feiern fröhliche Urständ!

an mißt alles aus voriger Zeit eiskalt am heutigen Zeitgeist, benennt auch orgiastisch Straßen um, deren Namensträger den heute Herrschenden ein Dorn im Auge sind. Die Bevormundung des angeblich „mündigen Bürgers“ schreitet unaufhaltsam voran – und das alles unter demokratischen Vorzeichen!
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Kalenderblatt Datum: 17. Mai 2012
Genre-Zuordnung
in:
Gesellschaftspolitik
  Linke Biotope
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