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Die Kunst im Keller: Ulrich Seidls bezahlte „Nazis“

30.09.2014, Beitrag in:
 
Permalink: http://www.gegenargument.at/texte/252_Die_Kunst_im_Keller_Ulrich_Seidls_bezahlte_Nazis
 
Nazi-Keller: Gestellte Szene sorgt für Gratiswerbung (Stadtkino Filmverleih)
Nazi-Keller: Gestellte Szene sorgt für Gratiswerbung (Stadtkino Filmverleih)
Der neue Film von Regisseur Ulrich Seidl löste bei den 71. Filmfestspielen in Venedig tosenden Applaus aus. Das obligatorische Nazi-Geschrei darf bei einem Film aus Österreich natürlich nicht fehlen: ÖVP-Mandatare singen, umringt von NS-Devotionalien. Dumm nur, dass es sich bei den angeblichen „Nazis“ um bezahlte Statisten handelte.
Am 26. September 2014 war Kinostart von „Im Keller“ in der Alpenrepublik. Was tut einem Film besser, als gut geplante Werbung, um möglichst viele Zuseher in die Säle zu locken? Ulrich Seidl wusste, wie man das macht: Es braucht in Österreich dafür den Nazi-Aufhänger, um in allen Zeitungen vorgestellt zu werden. Und den lieferte er.

Einfach, wirksam und billig

Da der Zeitungsmarkt in Österreich (wo nicht?) links beherrscht ist, dürfte klar sein, dass Ulrich Seidl mit singenden Menschen in einem Keller voll mit NS-Devotionalien Gehör finden würde. Es stellte sich zudem heraus, dass zwei der fünf Sänger ÖVP-Gemeinderäte im Burgenland waren.

Den Rest kann man sich vorstellen: Mediales Dauerfeuer und „Nazi-Alarm“, ein richtiges Rauschen im antifaschistischen Blätterwald. Die Aufmerksamkeit hatte Seidl damit schon gewonnen. Die zwei Gemeinderäte legten ihre Ämter zurück, und haben zudem eine Anzeige nach dem Verbotsgesetz am Hals.

Hochgejubelt!

Seidl bekam Interviews und Berichte, ein besseres Marketing knapp eine Woche vor Anlaufen seines Filmes in Österreichs Kinos ist nicht auszudenken.

Der mediale Aufhänger der Nazi-Tümelei war das einzig bestimmende Element aus Seidls Film – der Rest geriet ins trostlose Abseits. Alle Zeitungen arbeiteten sich aufgrund dieser Szene an der österreichischen Seele ab, die nach vertretener Auffassung immer schon braun gewesen sei.

Die Medienmeute fühlt sich durch solche Ergebnisse in ihren eigenen, seit Jahrzehnten vertretenen Nazi-Thesen bestätigt. Kein Wunder also, dass der Streifen hochgejubelt und gefeiert wurde.

Der Paukenschlag

Gar nicht fein und ethisch nimmt sich der Werkvertrag aus, den die fünf Darsteller der „Nazikeller“-Szene den Medien zuspielten. Ja, sie alle wurden als Statisten für ihr Auftreten im Keller bezahlt. Und das auch mit ORF-Zwangsgebühren. Nichts davon ist spontan entstanden, sondern alles inszeniert.

Dabei erdreistete sich der Regisseur im Vorfeld gar in einem APA-Gespräch auf die Frage, ob bei der Szene mit den ÖVP- Politikern nichts erfunden wurde, zu antworten: „Das ist eins zu eins und nichts erfunden“.

Auf den Vorwurf, die Szene sei „verzerrt“, replizierte der Wiener: „Das kann nicht verzerrt dargestellt werden. Es wird das gezeigt, was man sieht“. Mit keiner Silbe erwähnt er, dass hier Statisten am Werk waren, gegenüber dem ORF gab er zu verstehen, dass niemand dazu überredet wurde, etwas zu tun, was er nicht wollte. Ja, klar, sie wurden schließlich dafür bezahlt!

Seidl putzt sich außerdem damit ab, dass „die Gemeinderäte hätten wissen müssen, was sie tun. Das sind ja erwachsene Menschen mit Verantwortung“. So weit, so richtig. Man muss auch ziemlich naiv sein, um zu glauben, ein linker Filmemacher meine es gut mit einem. Ethisch und aufrichtig sieht nach gemeinem Verständnis trotzdem anders aus.

„Ed“ Moschitz lässt grüßen

Laut Internetseite des Films markiere der aktuelle Streifen „Seidls Rückkehr zum Dokumentarfilm“. Sehr erhellend. Man fühlt sich an Eduard „Ed“ Moschitz erinnert, der Jugendliche bezahlt hatte, um „Heil Hitler!“ in Gegenwart eines blauen Politikers zu brüllen.

Man darf – wohl sehr lange – auf die geläuterten Journalisten warten, die ihre pflichtbewussten Jubelchöre ernsthaft überdenken.

Weblinks (1)

BVZ.at: „Wir waren bezahlte Statisten“ (...BVZ.at: „Wir waren bezahlte Statisten“ (22.09.2014)Extern
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Kalenderblatt Datum: 30. September 2014
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in:
Medien
  Kultur
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