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Die politisch nicht korrekte Internet-Seite für Österreichs Jugend
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Bin ich wohl politisch-korrekt angezogen?

03.09.2014, Beitrag in:
 
Permalink: http://www.gegenargument.at/texte/248_Bin_ich_wohl_politisch-korrekt_angezogen
 
Modekette ZARA: Sträflingslook erinnert normale Menschen an die Dalton-Brüder.
Modekette ZARA: Sträflingslook erinnert normale Menschen an die Dalton-Brüder.
Wieder einmal türmen sich die Beschwerden bei der Modefirma ZARA. Der kontroversielle spanische Modeschöpfer tappte bereits öfters in das vermeintlich politisch motivierte Fettnäpfchen. Aktuell ist die linke Welt in heller Aufregung über ein Knabenleibchen, das bei Wenigen Erinnerungen an KZ-Häftlinge hervorruft. Damit müsse Schluss sein.
Dem Unternehmen ZARA, bzw. dessen Verantwortlichen, sagt man mittlerweile offen einen Mangel an „Sensibilität“ nach. Wer „sensibel“ ist und wer nicht, bestimmt heutzutage ohnehin der „gute“ Mensch. Was „geschmacklos“ ist, natürlich auch. Dazu gibt es einige Vorfälle. Jetzt stellt sich der linke Kümmerer die tägliche Frage vor dem Spiegel, wie man sich als politisch korrekter Mensch angemessen kleidet.

Wenn der Sheriffstern zum Judenstern mutiert

Auf dem quer gestreiften Leibchen ist auf der linken Brust ein gelber, sechszackiger Stern aufgenäht. Dort, wo in jedem Wildwest-Film der Sheriffstern des Gesetzeshüters zu finden ist. Was machen die Linken? Gelber Stern auf Streifen? – das kann nur Auschwitz sein! Oder es könnte ja sein. Auch wenn es eigentlich doch gar nicht ist.

Das Entsetzen war dementsprechend groß, kommt das doch der Entweihung des Allerheiligsten gleich – der moderne Gutmensch empört sich beispiellos. In den Internetforen diverser Tageszeitungen versuchte man sich mit feuchten Augen verzweifelt gegenseitig zu übertrumpfen, wer noch betroffener, wer noch entrüsteter über dieses menschenunwürdige Sheriffleibchen wäre.

Was alle ausblenden, ist, dass KZ-Häftlinge keine Querstreifen trugen, und dass der Sheriffstern an allen Ecken mit Verdickungen gekennzeichnet ist, wie man ihn eben aus der Jugend kennt. Das war der Judenstern nicht. Davon abgesehen, dass auf dem Stern groß „SHERIFF“ geschrieben steht. Im Endeffekt wurde das Shirt trotzdem aus den Geschäften entfernt und eingestampft. Wieder ein Sieg der pseudoreligiösen Sekte.

„White is the new black“

Ähnliches ereignete sich vor einigen Wochen, wo ZARA ein Leibchen verkaufte, auf dem gedruckt stand: „White is the new black“. Die Schreibstuben diverser Zeitungen mussten von vor lauter Schauder ohnmächtigen Redakteuren überfüllt gewesen sein. Man warf ZARA einmal mehr „Ignoranz“ und „fehlende Sensibilität“ vor, diesmal aufgrund der rassischen Auseinandersetzungen in der US-amerikanischen Stadt Ferguson.

Kann es nicht einfach sein, dass der Aufdruck sagen will, dass die Menschen lieber mehr weiß statt schwarz tragen sollen? Nein, natürlich nicht. Man nimmt lieber irgendeine politische Erscheinung, stellt einen an den Haaren herbeigezogenen Zusammenhang her und startet dann eine Protestwelle via soziale Medien. Der schließen sich dann tausende pflichtbetroffene Tränen an, bis man im besten Fall seine Neurose gegen Rechts befriedigt hat.

Die „gute“ Modepolizei

In Zukunft kann man wohl auch mit Kleidung politisch unkorrekt sein. Was für einige jetzt wohl zu Recht als Ansporn dient, unbequem zu bleiben, ist nur ein weiteres Feld, das die Linken nun beackern und bewachen werden. Wie lange kann es dauern, bis es heißt: „Der da trägt ein braunes Hemd, wie kann er nur so unsensibel sein, wo doch die SA auch braune Hemden trug?“ Selbiges mit schwarzer Kleidung und der SS. Die Möglichkeiten sind schier unbegrenzt.

In Wirklichkeit aber sind die Restriktionen, die empörten Aufschreie und Verteufelungen der ewig Guten nur potemkinsche Dörfer. Die schreiende Minderheit lebt davon, dass die schweigende Mehrheit es nie wagt, hinter die Dörfer zu blicken, und sich schon vorher schuldbewusst wieder zurück ins politisch korrekte Glied bewegt.
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Kalenderblatt Datum: 3. September 2014
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in:
Gesellschaftspolitik
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