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West gegen Ost oder: Krieg der Äpfel

18.08.2014, Beitrag in:
 
Permalink: http://www.gegenargument.at/texte/237_West_gegen_Ost_oder_Krieg_der_pfel
 
Putin schlägt zurück: Die EU hat die russischen Gegen-Sanktionen regelrecht herbeigefleht
Putin schlägt zurück: Die EU hat die russischen Gegen-Sanktionen regelrecht herbeigefleht
Die Sanktionen Putins, um die die NATO und EU gerade zu gebettelt haben, treffen nun Österreich. Der russische Präsident hat Anfang August entschieden, ein Einfuhrverbot von Fleisch, Fisch, Milchprodukten, Obst und Gemüse über die USA, EU, Kanada, Australien und Norwegen zu verhängen. Die österreichischen Bauern sind davon überproportional betroffen. Was nun?
Russland hat seit 7. August 500 Tonnen österreichische Äpfel abbestellt. Diese Sanktionen halten sich bisher noch sehr in Grenzen und sind im Vergleich zu den von EU und NATO durchgeführten Sanktionen wohl als milde zu betrachten.

Trotzdem verursachen die vermeintlich wenigen 500 Tonnen Schäden in zweistellige Millionenhöhe. Landwirtschaftsminister Rupprechters Lösungsvorschlag? „Esst mehr Äpfel“ und meint damit, die Binnennachfrage anzukurbeln.

Reiche Ernte in Polen als Preisdrücker

In Polen erwartet man, aus österreichischer Sicht unglücklicherweise, eine Rekordernte von 3,5 Millionen Tonnen. Da aber auch für Polen der russische Markt beschränkt bleibt, werden polnische Äpfel den österreichischen Markt fluten und die Preise weiter drücken. Dabei sind die Preise in Österreich bereits gefallen, obwohl die Haupternte erst bevorsteht. Folglich wird sich für die österreichischen Bauern die Lage mit Sicherheit noch verschlimmern.

Auch wenn dies keinen Weltuntergang darstellt, muss beachtet werden, dass sich die Sanktionen beider Seiten leicht steigern ließen und wahrscheinlich auch gesteigert werden. Schlussendlich ist für die österreichische Bevölkerung jeder verlorene Euro einer, der dem Vasallentum der Regierung gegenüber EU und USA anzurechnen ist, denn Russland und Österreich pflegten bisher durchwegs gute und freundschaftliche Beziehungen.

Plötzliche Solidaritätsaufrufe der ÖVP

Rupprechter sieht das fleißige Essen österreichischer Äpfel (nämlich „einen Apfel pro Woche mehr“) als passende Gegenmaßnahme gegen russische Sanktionen und als Hilfe der heimischen Bauern. Woher kommt das plötzliche Verlangen der ÖVP, die Bevölkerung dazu zu bringen, sich untereinander zu solidarisieren?

Schön und gut, nur sollte eine „Volkspartei“ doch prinzipiell dazu ermuntern, lieber heimische Erzeugnisse zu kaufen anstatt zum billigeren Produkt aus dem Ausland zu greifen. Diese „Heimatverbundenheit“ und „nationaler Schulterschluss“ auf Abruf ist die typische Heuchlerei wirtschaftstreibender Anzugträger, die sich unter dem spöttischen Namen „Volkspartei“ zusammengerottet haben und Heimat nur dann interessiert, wenn es um ihre Brieftasche geht.

Mentales Hochrüsten wie im Kalten Krieg

Mit Parolen wie: „Iss Äpfel gegen Putin!“ mobilisiert die polnische Regierung ihre Bevölkerung gegen Russland. In Österreich ist es noch nicht ganz so weit, aber wir sind am besten Weg. Die Bevölkerung jetzt gegen Russland aufzuhetzen spielt den Amerikanern vollends in die Karten und versucht Putin als Dämon darzustellen, der er nicht mehr oder weniger als es ein Obama oder die EU selbst ist.

Solange die EU und USA ihre zerstörerische Sanktionspolitik gegen Russland fortführen, wird es sich der Kreml nicht nehmen lassen, angemessen antworten.
Russland ließ beispielsweise vor kurzem verkünden, ein teilweises oder totales Einfuhrverbot europäischer Autos zu erwägen. Dies würde wohl vor allem Deutschland und Frankreich treffen. Wie sehr die deutsche und französische Bevölkerung bereit ist, für den Imperialismus aus Brüssel und Washington neue Löcher in den Gürtel zu stechen, wird sich hoffentlich rasch zeigen.
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Kalenderblatt Datum: 18. August 2014
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in:
International
  Wirtschaft
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