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Das jammernde Feuilleton und der „Hass der Masse“

13.07.2014, Beitrag in:
 
Permalink: http://www.gegenargument.at/texte/233_Das_jammernde_Feuilleton_und_der_Hass_der_Masse
 
Andrea Diener von der „FAZ“ macht sich Luft: sie beklagt die „Tage im Hass“, die sie täglich verlebe und über ihr „mickriges“ Gehalt. Wenn sie in eine Kulturkritik übergeht und über mangelnde Umgangsformen und Respekt spricht, wird es allerdings wirklich peinlich. Ein Sittenbild der post-68er in den Zeitungen, voll von unbezahlten Rechnungen und einer Larmoyanz zum Abgewöhnen.
Verständnis bringt die Leserschaft kaum auf, wenn ein Journalist mit der Attitüde eines Oberlehrers die eigenen Kunden maßregelt. Dies kümmert freilich die Schreibknechte wenig, geht es doch um ihre „Gefühle“ und um „Wertschätzung“. Wo sind die Tage hin, wo man als Journalist noch geachtet wurde? Ach nein, wie traurig.

Kritik als Majestätsbeleidigung

Ein großes Bild neben dem Bericht mit einer bedrohlich auf den Leser zusausenden Faust soll einschärfen: Seht her, wir armen Journalisten, was wir täglich erdulden müssen – wir fürchten um unser Leben. Reißerisch und suggestiv wie so oft, wenn es der Journaille an den Kragen geht.

Übertreibung und Dramatisierung, bloß weil man mit Worten – wohlgemerkt – härter angepackt wird als früher. Dies soll nicht heißen, dass es legitim ist, jemanden ein „Arschloch“ zu nennen. Viele Kritikpunkte, die Diener bejammert, sind jedoch nicht so leicht als „Troll-Kommentare“ von der Hand zu weisen (bspw. der Vorwurf der Multikulti-Ideologie oder der Beeinflussung durch Lobbies).

Die Saat der 68er geht auf

Am lächerlichsten wird es, wenn die Redakteurin die abhanden gekommenen Umgangsformen des konservativen zumeist sogar unter Klarnamen schreibenden Lesers beanstandet. „Konservative nahmen für sich in Anspruch, die Form zu wahren, dazu korrekt und höflich zu sein“, schreibt Diener.

Diener, schätzungsweise Ende Dreißig, sieht – wenn man den Grundsatz „Kleider machen Leute“ zugrundelegt – nicht sehr „konservativ“ aus. Wohl aus linkem Elternhaus stammend, die gerne die Kriegsgeneration in jeglicher Hinsicht (Disziplin, Etikette etc.) verteufelt hat, fragt sie tränenreich, weshalb ihr niemand mehr mit genau dieser Maßhaltung gegenübertritt. Weltfremder, verschrobener und unwissender geht es wahrlich nicht mehr.

Befreiung aus den Zwängen

Die FAZ steht hier stellvertretend für viele Zeitungen im selbst ernannten „Qualitätssegment“ in Deutschland, aber auch Österreich. Die Abonnentenzahlen sinken jährlich, unaufhaltsam. Dies hat einerseits mit der leichten und kostenlosen Zugänglichkeit der Informationen im Internet zu tun, andererseits aber auch mit dem Verdruss der Masse.

Vieles, was dem Leser durch Medien vorgekaut wurde, glaubt er schlicht nicht mehr (man bedenke die Mär von den ach so hohen Beiträgen der Zuwanderer in die Sozialtöpfe). Die Wahrheit ist eben immer auch eine Tochter der Möglichkeiten: Je mehr Quellen zur Verfügung stehen, desto ausgewogener wird – potentiell zumindest – das Bild. Hinzu kommt natürlich noch das in der Breite gestiegene Bildungsniveau.

Einmal mehr: Die Ausländer

Wen erwischt es am härtesten? Natürlich die Fremden. Andrea Diener ist froh, „einen angenehm unauffälligen, deutschen Namen zu haben, der einem zumindest diese Angriffsfläche erspart“. Schreibende Migrationshintergründe finden sich natürlich schon allerorts in den Redaktionsstuben, ganz wie es die neuzeitliche Ideologie vorgibt.

Dieser Zirkus geht einmal jährlich auf Rundreise und liest öffentlich die unflätigsten Leserbriefe vor, „Hate poetry“ soll das sein. Was nicht alles Kunst ist. Wenig überraschend macht das die FAZ nun auch. Ob das den Zeitungen helfen wird, die Glaubwürdigkeit zu steigern? – Wohl kaum.
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Kalenderblatt Datum: 13. Juli 2014
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Medien
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