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Erdogan überschreitet die „rote Linie“ und nichts passiert

24.04.2014, Beitrag in:
 
Permalink: http://www.gegenargument.at/texte/225_Erdogan_berschreitet_die_rote_Linie_und_nichts_passiert
 
Erdogan: Welches ekelhafte Spiel treibt der Türkendiktator? (World Economic Forum)
Erdogan: Welches ekelhafte Spiel treibt der Türkendiktator? (World Economic Forum)
Ginge es nach den Türken, sollte sich der militärische Arm des Guten, die NATO, schon längst mit williger türkischer Beteiligung auf Syrien gestürzt haben, um den türkischen Interessen zum Durchbruch zu verhelfen. Jüngst förderte ein Enthüllungsjournalist zutage, die Türken hätten dafür gar den verheerenden Giftgasangriff im August 2013 inszeniert.
Die „rote Linie“ für einen US-Angriff in Syrien sei überschritten, soll Erdogan Obama mit erigiertem Zeigefinger schon im Mai 2013 bei einem Abendessen im Weißen Haus zugerufen haben. Obama seinerseits soll das mit „Wir wissen, was Sie mit den Radikalen in Syrien treiben“ in Richtung des ebenfalls am Tisch sitzenden türkischen Geheimdienstchefs und Erdogan-Vertrauten, Hakan Fidan, quittiert haben.

Türkische Behörden hinter Giftgasangriff

Aber laut dem Enthüller des Abu-Ghraib-Skandals, dem Journalisten Seymour Hersh, gingen die Türken bei ihrem Wunsch nach einem US-Abgriff noch viel weiter. Sie sollen sogar den tödlichen Giftgasangriff im August 2013 nahe Damaskus organisiert haben, um so ein Eingreifen der USA zu provozieren.

Hersh berichtete unter Berufung auf Geheimdienstquellen, die türkischen Behörden hätten mit Wissen Erdogans den Islamisten in Syrien bei der Herstellung von Giftgas geholfen. Nach dem verheerenden Giftgasangriff nahe Damaskus mit mehr als tausend Toten hörten die amerikanischen Geheimdienste offenbar Telefonate türkischer Regierungsmitglieder ab, die sich gegenseitig auf die Schulter klopften.

Plötzliches Zurückrudern Obamas

Der Westen jedoch lastete den Angriff vom August der syrischen Regierung an. Obama, der einen Giftgaseinsatz als „rote Linie“ für ein Eingreifen bezeichnet hatte, ließ damals schon konkrete Angriffspläne ausarbeiten. Plötzlich jedoch hat er den Angriff abgeblasen – offiziell hieß es, um den US-Kongreß einzubinden.

Laut Hersh war der Grund aber ein ganz anderer: „Wir wissen heute, daß es eine verdeckte Aktion war, geplant von Erdogans Leuten, um Obama über die rote Linie zu drücken“, wird ein Ex-Geheimdienstmitarbeiter zitiert.

Erdogan und die „fremden Mächte“

Die Türkei und die USA dementierten naturgemäß alle diesbezüglichen Berichte, die Systemmedien reagierten eher verhalten statt empört. Aber auch der außenpolitische Kolumnist bestätigte ein Zerwürfnis zwischen der Türkei und ihren westlichen Partnern: „Da ist der Ruf der Türkei nach einem militärischen Eingreifen in Syrien und die Weigerung des Westens, dem nachzukommen … Und da ist der Streit darüber, wen die Türkei in Syrien unterstützt, nämlich die Dschihadisten.“

War es nicht Erdogan selbst, der sich jammernd vor die Kameras stellte und undefiniert „Fremde Mächte“ als Verantwortliche der Unruhen am Taksim-Platz ausmachte? Wahrscheinlich weiß der „Irre vom Bosporus“ nur zu genau, wovon er spricht.

Türkische Interessen in Syrien

Und die Türken haben drei Hauptziele in Syrien – einen unabhängigen Kurdenstaat zu verhindern, islamisch-fundamentalistische Milizen einzudämmen und unter türkische Kontrolle zu bringen und eine neue Regierung in Damaskus herbeizuführen, die unter größerem türkischen Einfluß stünde als die bisherige.

So wie man Erdogan seit jeher kennt, bringt er noch weitere, nämlich historische Gründe mit ins Spiel, wo man bei einem Land, das in die Europäische Union drängt, nur den Kopf schütteln kann.

Gesprächsmitschnitte und Youtube-Sperren

Interessant ist auch der zeitliche Zusammenhang der Youtube-Sperren und einem auf eben diesem Portal veröffentlichten Mittschnitt einer Unterredung hoher türkischer Regierungsbeamter mit dem Ziel, durch fingierte Gewaltaktionen eine Intervention in Syrien auszulösen.

Ob die Türken hier wirklich alleine handeln oder sich auch noch der tatkräftigen Unterstützung weiterer Interessensgruppen bedienen, ist fraglich. Kandidaten dafür gäbe es ja nun wirklich genug.
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Kalenderblatt Datum: 24. April 2014
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International
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