Öffnet neues Fenster: Unterstützen mit deiner Spende auf PayPal.com! Öffnet neues Fenster: Zu den RSS-Feeds Zum Gegenargument-Infobrief anmelden!
Die politisch nicht korrekte Internet-Seite für Österreichs Jugend
Kalender von Mai 2018 anzeigen Juni 2018 Kein Termin nach diesem Zeitpunkt vorhanden
 
Mo Di Mi Do Fr Sa So
28 29 30 31 1 2 3
4 5 6 7 8 9 10
11 12 13 14 15 16 17
18 19 20 21 22 23 24
25 26 27 28 29 30 1
2 3 4 5 6 7 8
Termine ab heute:
Keine unmittelbaren Termine in dieser Zeit.
www.gegenargument.at » Blog » Textbeitrag

Rußland gegen US-Amerikas Kreuzzug

von Helmut Müller
20.04.2014, Beitrag in:
 
Permalink: http://www.gegenargument.at/texte/222_Ruland_gegen_US-Amerikas_Kreuzzug
 
Putin und Obama: „Wer nicht spielt, kann nicht gewinnen“ (White House)
Putin und Obama: „Wer nicht spielt, kann nicht gewinnen“ (White House)
„Das Risiko ist eine edle Sache“. Gemäß diesem russischen Sprichwort dürfte der russische Präsident seine Politik gegenüber der verdeckten bis offenen westlichen Aggression ausgerichtet haben. Bisher mit Erfolg. In letzter Konsequenz gilt auch das Putin sicher geläufige Sprichwort „Wer nicht spielt, kann nicht gewinnen“.
Nun, die Annexion hat gewiß einen rechtlichen Schönheitsfehler, aber völkerrechtswidrig? Schon eher war dies die einstige Abtretung der Krim an die Ukraine, denn nur da wurden die Betroffenen tatsächlich nicht gefragt. Aber das wurde damals geflissentlich übersehen, so wie später das Völkerrechtswidrige am Krieg gegen den Irak.

Russen weiter sich selbst treu

Was wurde nicht alles aufgeboten um Rußland an die Wand zu drücken. Ein Land, dessen Geist und Geschichte, dessen komplizierte politische und gesellschaftliche Strukturen und dessen verwundbare topographische Stellung man glaubt ignorieren zu können. Vor allem will man nicht zur Kenntnis nehmen, daß der russische Mensch trotz Glasnost und Perestroika der gleiche geblieben ist: sich selbst treu.

Also macht man sich, etwa im Standard, nicht ohne Seitenhieb auf die starke Frömmigkeit in Rußland, lustig über eine Aussage Putins, der meinte, der Russe denke, es gebe eine höhere moralische Bestimmung des Menschen. So etwas möchte man im scheinheiligen und in der Dekadenz sich suhlenden Westen, wo nur geglaubt werden soll, was der plutokratische Mainstream zum Besten gibt, lieber nicht hören.

Also wird weiter aus allen Rohren der gleichgeschalteten konzernabhängigen Medien Richtung souveränes Moskau geschossen, um vergessen zu lassen, daß der famose Westen es war, der die Destabilisierung der Ukraine geheimdienstlich, diplomatisch und mit Hilfe seiner NGOs und George Soros Millionen schon vor vielen Jahren eingeleitet hatte.

Jetzt wird die „EU-Einigkeit“ in der ukrainischen Sache, deren Ergebnis man auch die „transatlantische Abstimmung“ zwischen Merkel und Obama nennen könnte, groß bejubelt. Und zufrieden darf ja auch Tel Aviv sein.

Aber wie schafft das nur die Merkel, der Neo-Konservativen und der Zionisten Pudel zugleich zu sein? Der Druck, einseitig Partei zu ergreifen, ist gewiß stark, muß er aber wie ein Naturereignis hingenommen werden? Wie etwa auch die von deutschem Staatsgebiet (Ramstein) aus durchgeführten Drohnenangriffe der USA gegen Ziele im Jemen oder in Afghanistan.

NATO als militärischer Arm der Konzerne

Daß Putin dem Affront des militärischen Arms der Konzerne, also der NATO, auf ebenbürtige Weise begegnet, wird ihm von eben dieser Allianz zum Vorwurf gemacht. Was erlaubt der sich bloß? Noch dazu wo er doch mit den gleichen konspirativen und geheimdienstlichen Mitteln und Methoden, nicht zuletzt mit militärischen Drohgebärden kontert.

Und jetzt wird der zündelnde Westen auch noch mit der Tatsache konfrontiert, daß seine Putschregierung nicht die erhoffte Unterstützung im Lande selbst genießt und Regierungssoldaten sogar zu den Aufständischen im Osten übergelaufen sind.

Wenn Kiew außerdem nicht in der Lage ist, den rechten Sektor zu bändigen, dann kann sich Putin wohl gehörig ins Fäustchen lachen. Da kommen ihm die neuerlichen Sanktionsdrohungen deutscher Atlantiker gerade auch recht.

Transatlantische Expansionsgelüste

Der Ukraine-Konflikt ist wahrscheinlich noch lange nicht ausgestanden und eine Lösung ohne Rußland unmöglich. Ein landesweites Referendum zum zukünftigen Status des Landes wird zwar angedacht, doch unabhängig von dessen Ausgang, wird eine weitgehende Autonomie des russischsprachigen Teils kaum zu verhindern sein. Ob das die Politikdarsteller im Dienste autoritärer Plutokraten im Westen schon begriffen haben?

Die NATO-Expansionsgelüste sind ja noch nicht vom Tisch, doch dürfte es zunehmend schwieriger werden, in Putins strategischem Glacis so ohne weiteres zu wildern. Zumal Putin mit den BRICS-Staaten China, Indien, Südafrika und Brasilien nicht zu verachtende Verbündete hat, die durchaus später einmal mit Washington das eine oder andere Sträußchen auszufechten bereit sein könnten.

Weite Teile der „freien Welt“ pfeifen bereits auf „Pax Americana“

Daß der „American Way of Life“ nicht verhandelbar sei, wie Bush einmal selbstherrlich meinte, wird von diesen Staaten nur mehr als schlechter Witz aufgefaßt. So wenig wie die ungeheuerliche Anmaßung des damaligen Bush-Unterstaatssekretärs Wolfowitz, daß die USA als „Riese rittlings über der Welt“ sitzen sollten, noch akzeptiert wird.

Wenn nun schließlich ein Israel- wie auch US-höriges österreichisches Massenblatt, die „Kronenzeitung“, wissen möchte, was der „Ordnungsstörer“ Putin „noch im Sinne“ haben könnte, dann sicher keinen x-ten Aufguß der Pax Americana zwecks Ausplünderung der Welt. Das heißt, auch keine aufgefrischte Neue Weltordnung à la Bush.

Die noch halbwegs „freie Welt“ ihrerseits hofft, daß Putin der von seinen Gegnern ihm zugeschriebenen Rolle in einem positiven Sinne gerecht wird und, in Zusammenarbeit mit anderen Staatsführern, den Unheil verheißenden Globalisierer-Händen künftighin kräftiger auf die Finger klopft, ehe diese ihre Welt-Unordnung als Vorstufe zu einer Weltdiktatur endgültig etablieren können.
Beitrags-Servicebereich
Kalenderblatt Datum: 20. April 2014
Autoren-Person
Autor:
Helmut Müller
Genre-Zuordnung
in:
International
Adresse des Beitrag Adresse des Beitrags
Beitrag kommentieren Beitrag kommentieren
Als eMail weiterleiten Als eMail weiterleiten
TrackBack: Austausch TrackBack-URL anfordern
 
Suchen im Blog
Informationen
Aktuelle Umfrage
Politische Korrektheit
Glauben Sie, daß politisch korrekte Bezeichnungen für Minderheiten (etwa Sinti und Roma statt Zigeuner) diese besser in den Alltag integrieren (z.B. am Arbeitsplatz, im Straßenbild)?
Ja, sicher!
28% 
Ich weiß nicht.
3% 
Nein, kompletter Blödsinn!
69% 
Ist Zwang ein gutes Mittel, um positiv für die eigene Sache zu werben (z.B.verordnete Quoten für Frauen und Ausländer)?
Ja, sicher!
27% 
Teils, teils.
5% 
Nein, keinesfalls!
68% 
Zitat
„In Nordkorea wissen die Leute nichts, weil es keine freie Presse gibt. In Deutschland wissen die Leute auch nicht viel mehr, weil sie von der freien Presse permanent mit Belanglosigkeiten zugebombt werden. Wir sind informiert, aber ahnungslos.”
Vince Ebert in der Frankfurter Rundschau am 31.08.2010