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Arme Wurst Conchita als Maß aller Dinge?

von Helmut Müller
12.05.2014, Beitrag in:
 
Permalink: http://www.gegenargument.at/texte/220_Arme_Wurst_Conchita_als_Ma_aller_Dinge
 
Conchita Wurst: Als Tom Neuwirth wenig erfolgreich, heute gefeiert. (Manfred Werner, Tsui)
Conchita Wurst: Als Tom Neuwirth wenig erfolgreich, heute gefeiert. (Manfred Werner, Tsui)
Aller guten Dinge sind drei. Nach Mozartkugel und Sachertorte hat Österreich endlich ein dem neuösterreichischen Innovationstsunami entsprechend würdiges Statussymbol vorzuweisen: die Wurst. Diese ist aber keine Klobasse (Burenwurst), sondern eine Kunstfigur, und die hat auch einen Namen: Conchita. Dank „ihr“ kann Austria nicht mehr mit Australien verwechselt werden.
Vielleicht auch nicht gerade mit Hochkultur, aber eine solche ist ohnehin nicht gefragt von einem alles nivellierendem Zeitgeist und in einem Land, das einen seiner größten Lyriker (Weinheber) politisch korrekt buchstäblich links liegenläßt. Ein Land, wo eine Bildungsministerin in einem Interview mit dem erlesenen Satz „Ich habe die Nase voll“ gefallen möchte und seltsame Praktiken an Schulen zu verantworten hat.

Gesinnungsdruck an Schulen

Dazu auch ein Beispiel: In einer Wiener Schule sondierte die Lehrkraft die Meinung der 16 bis 17-jährigen Schüler in Sachen Kinder-Adoption durch Schwule und Lesben. Wer dafür war, sollte auf die eine, wer dagegen, auf die andere Seite treten. Eine Russin, ein Serbe und ein Jude erlagen nicht dem Gesinnungsdruck und hatten den Mut, sich gegen so ein Adoptionsrecht auszusprechen.

Doch im Fall Conchita ist zumindest der von der erwähnten Ministerin behüteten Gender-Lobby, mit Unterstützung des öffentlich rechtlichen ORF, ohne Zweifel ein toller PR-Coup gelungen. Und so schmeckt, angeblich, der ganzen Welt unsere hausgemachte Wurst, die gewiß noch unserer kaiserlichen „Sissi“ den Rang ablaufen könnte.

Von Kopenhagen nach Hollywood

„Melange“ Conchita träumt indessen bereits vom begehrtesten internationalen Musikpreis, dem „Grammy“, und auch davon, den nächsten „Song Contest“ moderieren zu dürfen.

Warum nicht gleich auch die Oscar-Verleihung? Was vielleicht gar nicht so weit hergeholt ist, schließlich meinte ein Vorgänger des andersrumgearteten „Song-Contest”-Gewinners einmal, wenn man in Hollywood etwas werden möchte, dann am ehesten als Schwuler, Schwarzer oder Jude.

„Geisteskrankheit“ Politische Korrektheit grassiert

Conchita, dessen/deren Talent hier nicht in Frage gestellt werden soll – sowenig wie dessen/deren biologisch-evolutionistische Extrawurst-Rolle bewerten werden soll – ist aber plötzlich auch so etwas wie ein gesellschaftspolitisches Sesam-öffne-dich.

Glaubt man der österreichischen Staatsspitze, hat die bärtige Showkanone mit seinem/ihrem Sieg ein österreichisches Zeitalter der Vielfalt und Toleranz eingeläutet.

Mit Einschränkung natürlich: „Österreich zuerst“-Rufe und traditionelle Rollenbilder bleiben natürlich auf der „Watch-List“ unserer geisteskranken(?) Gutmenschen (Gutmenschen seien „klinisch geisteskrank“, so der US-Psychiater Lyle Rossiter) sowie der Mohr im Hemd, die Negerküsse, das Zigeunerschnitzel oder die unschuldige Zahl 88 auch. Erwünscht sind politisch korrektes Sprachkorsett, allerlei exotische Zutaten und das große Schweigen der Mehrheit.

Wurst läßt alles andere vergessen

Da mögen ringsum die Kanonen donnern, ganze Staaten Pleite gehen und jeder Österreicher mit mehr als 30.000 Euro unfreiwillig verschuldet sein, zu schlechter Letzt auch noch die Europäer aussterben. Macht alles nichts, wir haben unsere unbefleckte, gewiß einmal heilig zu sprechende Wurst, die uns dies alles ab jetzt vergessen läßt.

Von daher ist es durchaus vorstellbar, daß Herr/Frau Wurst, sollten weitere Pläne versanden, uns dereinst einmal als Spitzenkandidat einer Partei von den Plakatwänden lächeln wird. Vielleicht ausgesprochen passend, denn niemand anderer könnte die Beschaffenheit der in deutschen Landen praktizierten Politik besser wiedergeben als eine Art geschlechtliche Mischkulanz wie diese, in Wirklichkeit, „arme Wurst“ Conchita eine sein könnte. Nämlich: nicht Fisch, nicht Fleisch.
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Kalenderblatt Datum: 12. Mai 2014
Autoren-Person
Autor:
Helmut Müller
Genre-Zuordnung
in:
Gesellschaftspolitik
  Linke Biotope
  Kultur
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