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Ein genauerer Blick in die Ausländerstudie ÖIF

23.03.2014, Beitrag in:
 
Permalink: http://www.gegenargument.at/texte/205_Ein_genauerer_Blick_in_die_Auslnderstudie_IF
 
Integration: medial nur als Einbahnstraße interpretiert
Integration: medial nur als Einbahnstraße interpretiert
Um den Jahreswechsel herum jubelten unsere Medien ob der Ergebnisse, die eine vom österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) in Auftrag gegebene Überblicksstudie zutage förderte: Der Multikulturalismus sei angekommen, Integration funktioniere – und überhaupt sei alles toll. Dabei ist die Studie durchaus ambivalent, die mediale Einbahnstraßen-Interpretation ist keineswegs angebracht.
Wolfgang Fellner verkündete damals lachend aus seinem Gratisblatt – im Volksmund auch oft Mistkübelzeitung genannt – „Österreich“, daß mit dem Wechsel von Sebastian Kurz aus dem Innenministerium ins Außenministerium die Zuwanderung endlich in vernünftige Bereiche verschoben werde und „nicht Teil der Kriminalstatistik, der Lagerhysterie, der Polizeiverfolgung“ sei. Soll heißen: Die Ausländerfrage wird endlich nur mehr positiv betrachtet; alles Negative, also weite Bereiche der Realität, kehrt man einfach unter den Teppich.

Die gleichgeschaltete Presse

Die Meldungen der einzelnen österreichischen Tageszeitungen ähnelten sich, wenn es um die Wiedergabe der Ergebnisse des ÖIF geht. Gleichgebürstet ist vieles positiv, vor allem zeigt die Entwicklung deutlich in Richtung Multikulti-Befürworter: 61% der Österreicher sagen „die Integration klappt“, schreibt zumindest ein gewisser Nihad Amara im „Kurier“.

Abgesehen davon, daß der Redakteur anscheinend nicht das Prozentrechnen beherrscht (20% meint jeden Fünften, nicht jeden Zweiten), läßt der Autor auch einige Absätze, wenn nicht Seiten, aus. Und das, obwohl er breitspurig verkündet, daß „dem Kurier die Analyse vorliegt“.

Findet man denn andernorts mehr journalistische Exaktheit? Leider nein. Etliche andere Zeitungen (etwa „Standard“, „Salzburger Nachrichten“ oder die „Tiroler Tageszeitung“) sowie der ORF, allesamt gerieren sie sich als APA-Knechte. Einfach kopieren und dann – wenn überhaupt – ein bißchen was dazu kritzeln, und fertig sind schon die Berichte der selbsternannten „Qualitätsmedien“.

Einblicke in nicht gerngesehene Ergebnisse

1.
Die Befragten verbinden zu 21% Integration mit positiven Assoziationen (darunter zweifelhafte Kategorisierungen wie „Vielfalt durch Zuwanderung“ oder „Österreich braucht Zuwanderer“). Jedoch: Die negativen Assoziationen (z.B. „mangelnde Deutschkenntnisse“, „Ghettobildung“ oder „Sozialmißbrauch“) überwiegen mit 41% bei weitem. Der Rest entfiel auf „neutrale Assoziationen“ (z.B. den Begriff „Staatsbürgerschaft“).
2.
Die Befragten geben zu 48% den „Zuwanderern wegen mangelnder Integration“ die Schuld für Fremdenfeindlichkeit der Alteingesessenen, hinter 52%, die diese bei „Teile(n) der Politik und einige(n) Parteien“ sehen. Dieses Faktum blieb auch unerwähnt.
3.
Die Einbahnstraßen-Thematik. Jahrelang politisch gefordert, doch die Bevölkerung will noch immer nicht: Der Österreicher ist nach wie vor der Meinung, Ausländer müßten mehr für die Integration tun als umgekehrt (751 von 1.258 Nennungen als Maßnahmen).
4.
Die Zeitungen schrieben, die Befragten plädierten für „positive Anreize & Belohnung“ (41%), um die Integration der Ausländer zu verbessern. Nur sehr wenige seien ausschließlich für „strengere Gesetze & Strafen“ (19%). Verschwiegen wird das knappe Rennen: 38% treten für „Strafe & Belohnung“ ein. Die zwei letztgenannten Punkte zusammen (mehr Antworten wurden nicht gegeben) zeigen deutlich: Man will sicherlich kein Laissez-faire.
5.
Völlig verschwiegen wurden die „Maßnahmen und Vorschläge“. 63% treten dafür ein, Ausländern, die sich länger in Österreich aufhalten, Deutschkenntnisse jedoch vermissen lassen, Sozialleistungen zu kürzen oder zu streichen. 70% verlangen Deutsch vor Zuzug, und 66% wollen Strafen bei Verletzung der Schulpflicht.
6.
75% fordern Obergrenzen für Schüler nicht-deutscher Muttersprache. Außerdem stehen 62% der Befragten Ausländerklassen positiv gegenüber. Verstärkten muttersprachlichen Unterricht befürworten hingegen nur 30%.
7.
Das Kreuz in den Klassenzimmern soll bleiben (72%), für ein Verbot der Burka tritt ebenfalls eine satte Mehrheit von 7 % ein. Für ein Kopftuchverbot findet sich (derzeit) keine Mehrheit (56% dagegen). 2010 sprachen sich aber noch 65% gegen ein Verbot des Kopftuches aus. Also auch hier ist das Volk weit weniger progressiv, als die Gazetten sich dies so vorstellen oder wünschen.

Zurechtrücken des gezeichneten Bildes

Es darf nicht länger sein, daß die „Gut-Medien“ den Menschen bewußt Dinge verschweigen. Die Studie zeigt zwar, daß in Einzelfragen die Bevölkerung dem Thema Integration positiv(er) gegenüber steht, als durch Studien der Vorjahre anzunehmen war, doch wurden in derselben Studie einige Ergebnisse, und zwar nicht wenige, veröffentlicht, die nicht unerwähnt bleiben dürfen.
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Kalenderblatt Datum: 23. März 2014
Genre-Zuordnung
in:
Überfremdung
  Medien
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Martin Luther, deutscher Kirchenreformator (1483 – 1546)