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Die Rückverwandlung der Hagia Sophia

06.02.2014, Beitrag in:
 
Permalink: http://www.gegenargument.at/texte/190_Die_Rckverwandlung_der_Hagia_Sophia
 
Hagia Sophia: Islamischen Verzierungen fügen sich sichtlich nahtlos ein. (Foto: Rabe!)
Hagia Sophia: Islamischen Verzierungen fügen sich sichtlich nahtlos ein. (Foto: Rabe!)
Der ehrwürdige byzantinische Bau aus dem sechsten Jahrhundert erhebt sich gewaltig über der Altstadt des heutigen Istanbul, der ehemaligen Perle von Zivilisation, Reichtum und Glaube: Konstantinopel. Das stattliche Monument, die Hagia Sophia, war Kirche, Moschee und schließlich Museum. Nun soll sie wieder zur Moschee werden.
Wenn man die symbolische Bedeutung dieses Bauwerkes berücksichtigt, so muß man dieses Vorhaben als erneutes rückständiges Zeichen des EU-Anwärters Türkei betrachten. Die Hagia Sophia war fast tausend Jahre Kirche, hier wurden Kaiser gekrönt, Kirchenkonzile abgehalten und Kreuzfahrer zur ewigen Ruhe gebettet.

1453 nahmen die Osmanen Konstantinopel ein, wandelten die Kirche in eine Moschee um und nutzten sie als letzte Ruhestätte ihre Sultane. Als auch ihr Reich sein Ende fand, verschrieb sich die türkische Republik dem Laizismus. Atatürk ließ den Bau zu einem Museum umwandeln, für Moslems wie Christen gleichermaßen zugänglich.

Türkische Logik

Nach 80 Jahren könnte auch dieser Kompromiß sein Ende finden, ein Teil der Opposition fordert die Rückumwandlung in eine Moschee. Dieses Vorhaben wird voraussichtlich auch gelingen, da der angeschlagene Ministerpräsident Recip Tayyip Erdogan anscheinend auch nicht abgeneigt ist. Wen wundert’s? Mit dem Islam auf den Fahnen lassen sich in der Türkei schließlich Wahlen gewinnen.

Vizepremier Bülent Arinc sprach von der „traurigen Hagia Sophia“. Abgesehen von diesem Unsinn, sagte er weiters, daß es die Pflicht des türkischen Staates sei, Gebäude, die als Gotteshäuser gebaut wurden, auch als solche der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Nur ist die Hagia Sophia nicht als moslemisches Gotteshaus gebaut worden, sie ist nicht einmal von moslemischer Hand errichtet worden!

Die Hagia Sophia spreche auch zu ihm, er hoffe, daß mit Gottes Hilfe bald glücklichere Tage für sie beginnen. Außerdem gebe es jetzt eine „neue Türkei“, da könnte man „Moscheen“ nicht mehr einfach so in Museen verwandeln wie zu Zeiten Atatürks.

Protest aus Athen

Der griechische Regierungssprecher Koutras ließ indes verlautbaren, daß byzantinische Kirchen ein wesentlicher Bestandteil des kulturellen und religiösen Welterbes seien. Die Umwandlung sei anachronistisch und unverständlich für ein Land, das der EU beitreten wolle.

Ankaras Antwort war, daß die Türkei von Griechenland keines Nachhilfeunterrichts in Sachen Religion bedürfe, denn in Athen stünde auch keine einzige Moschee. Was aber nach Jahrhunderten der Unterdrückung durch die Osmanen ganz andere Ursachen hat!

Türken fordern Toleranz

Junge Türken geben auf den Einwand, daß die Kirche griechisch-christliches Erbe sei, folgende Antwort: „Wenn das hier ein christliches Land wäre, würde ich ja nichts sagen. Aber im Moment gehört sie uns.“

Die gleichen jungen Türken fordern aber im Gegenzug in all den christlichen Ländern, wo sie Aufnahme gefunden haben, wie selbstverständlich ihre Moscheen und andere islamische Einrichtungen. Und sie stoßen dabei auf offene Ohren bei den Sozialisten und Gutmenschen aller linken Schattierungen.

Weblinks (1)

Hagia Sophia: Islamischen Verzierungen fügen sic...Hagia Sophia: Islamischen Verzierungen fügen sich sichtlich nahtlos ein. (Foto: Rabe!)JPG/505KB
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Kalenderblatt Datum: 6. Februar 2014
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International
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