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Neger und die politisch korrekte Hysterie

20.02.2014, Beitrag in:
 
Permalink: http://www.gegenargument.at/texte/188_Neger_und_die_politisch_korrekte_Hysterie
 
Mecki bei den Negerlein: Bild und Titel zeigen, daß Neger kein abwertendes Schimpfwort ist.
Mecki bei den Negerlein: Bild und Titel zeigen, daß Neger kein abwertendes Schimpfwort ist.
Wieder gibt es einen Aufreger im Land. Ein Legasthenie-Test mit einem Arbeitsblatt, das doch tatsächlich „NEGER“ und „ENGER“ wegen ihrer Ähnlichkeit verwendet. Dieser Fall zeigt wieder einmal auf erschreckende Weise, wie sich unsere Gesellschaft immer weiter von liberalen, toleranten und rechtsstaatlichen Prinzipien wegbewegt.
Entfacht wurde die Hysterie von keinem Unbekannten. Der Migrations-Journalist Simon Inou ist bekannt für seinen Kampf gegen tatsächlichen oder eben selbst definierten Rassismus. Und er bekommt dafür ein immer breiteres Podium in unserer linken Medienlandschaft, was natürlich auch den eigenen Marktwert steigert und den Arbeitsplatz sichert. Ein Schelm, der Böses dabei denkt!

Rot–Grünes Wien heult mit den Wölfen

Der Stadtschulrat der Bundeshauptstadt will da natürlich nicht der letzte sein, der sich im Mediengeheul positioniert. Vielleicht entschließen sich die „nützlichen Idioten“ am Küniglberg ja doch, eine ZIB-Sondersendung zu schalten. Und so werden gleich mal medial der beliebten Lehrerin aus dem 22. Wiener Gemeindebezirk umgehend disziplinarrechtliche Konsequenzen ausgerichtet.

Zwar weiß man mittlerweile, daß der Lehrbehelf aus dem Jahr 1972 stammt – einer Zeit also, wo die von totalitärem Geist beseelten 68er gottseidank noch nicht einen solch unheilvollen Einfluß auf unsere Gesellschaft hatten. Aber man hört noch gar nichts davon, Bruno Kreisky aus dem öffentlichen Leben zu tilgen.

Wer legt fest, was böse ist?

Laut dem politisch korrekten Inou und seinen GesinnungsgenossInnen sei das Wort „Neger“ rassistisch, und müsse aus unserer Sprache, speziell natürlich aus Lehrbehelfen, getilgt werden. Soweit kennen wir ja die absurden Kreuzzüge gegen „Mohr im Hemd“, „Negerbrot“ und „Zigeuerschnitzel“ nur zu gut.

Aber wer definiert denn solche Absurditäten? Welches Gesetzt regelt die Sprache? Wer bestimmt, was erlaubt ist und was nicht, und welche demokratische Legitimation hat denn dieser politische korrekte Kampf?

Eine Nachhilfestunde

Ist es nicht so, daß sich gerade im Mutterland der politischen Correctness, US-Amerika, immer mehr Schwarze selbst als – durchaus als Schimpfwort zu wertenden – „Nigger“ bezeichnen? Sind das also dann die neuen Rassisten?

Nach dem Etymologischen Wörterbuch der deutschen Sprache hat das Wort „Neger“ die Ausgangsbedeutung „Schwarzer“ und ist ein Lehnwort nach dem französischen „nègre“, das wiederum vom spanischen „negro“, der Nachfolgeform des Lateinischen „niger“ („schwarz“) kommt. „Neger“ wurde nicht als abwertendes Schimpfwort gebraucht, es war vielmehr eine neutrale Bezeichnung für die dunkelhäutigen Menschen Afrikas – und nicht für australische Ureinwohner oder Südinder.

„Neger“ wird erst durch diese politisch korrekte Stigmatisierung zum Schimpfwort, und diese schreitet unaufhaltsam (?) mit Salamitaktik voran. Als nächstes darf man dann nicht mehr „Schwarzer“ sagen, weil es abwertend wäre – es wird immer absurder. Und die Hirngeburt „Afrodeutscher“ ist auf dem Vormarsch.

Nicht „Neger“ ist der Skandal

Der Skandal ist nicht die Verwendung des Wortes „Neger“, sondern viel mehr die maßlose Reaktion der Gutmenschen. Wer gibt dieser Minderheit das Recht, sich als moralische „HerrInnen“ über die gesamte Bevölkerung und unsere Kultur einschließlich etwa unseres Sprachschatzes aufzuspielen?

Und mit welchem Recht meinen dann diese „nützlichen Idioten“ als Helfershelfer, alle, die nicht der politisch korrekten Gesinnung anhängen, sanktionieren und bestrafen zu müssen?

Genau dieses totalitäre Denken bedroht unsere Freiheit und die liberalen Grundwerte unserer Gesellschaft weit mehr als der legitime wertfreie Gebrauch von unbelasteten Worten.

In allen Regimen, nicht zuletzt in Orwells 1984, bedient man sich Worten und Begriffen, die für Widersacher Haft, Schmerz und/oder Tod bedeuten. Und sind diese Worte verbraucht, werden sie nicht mehr verwendet, dann sucht man sich eben neue, um seinen Terror aufrechtzuerhalten.

So sei auch Herrn Inou ans Herz gelegt, er möge sich zuerst einmal mit der Geschichte unsere Sprache beschäftigen, und nicht falsche Übersetzungen für seinen politisch korrekten Kampf bedienen, dann würde er bei redlicher Gesinnung recht schnell feststellen, daß „Neger“ im Deutschen weder abwertend noch rassistisch ist, sondern erst durch seine Dämonisierung oder Tabuisierung dazu wird.
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Kalenderblatt Datum: 20. Februar 2014
Genre-Zuordnung
in:
Gesellschaftspolitik
  Linke Biotope
  Kultur
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Joseph Joubert, französischer Moralist (1754 – 1824)