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Es wird anders als es gewesen ist. Nicht nur in der Schweiz.

von Helmut Müller
10.02.2014, Beitrag in:
 
Permalink: http://www.gegenargument.at/texte/187_Es_wird_anders_als_es_gewesen_ist_Nicht_nur_in_der_Schweiz
 
Souveränität ist das Schlüsselwort
Souveränität ist das Schlüsselwort
Seit 2007 machen die multinationalen Konzerne, zu welchen auch Nestle und Novartis gehören, großartige, stets steigende Gewinne. Das bedeutete gleichzeitig nie gekannte Spitzengehälter und tolle Boni für Top-Manager. Riesengewinne übrigens auch für die Fonds-Eigentümerfamilie des Herrn Soros: satte 5,5 Mrd. Dollar.
Aber auch die Wasserträger des Geldadels in Staat und Gesellschaft sind nicht zu kurz gekommen, und sie möchten selbstverständlich weiterhin zulangen. Weshalb sie auch vor absurder Angstmacherei, wie Österreich würde ohne Zuwanderung ein Armenhaus, nicht zurückschrecken.

Gehälter stagnieren, Schulden explodieren

Nun aber die aus der Sicht des „kleinen Mannes“ schlechte Nachricht: Leider stagnierten in derselben Zeit – wohl nicht zufällig – die Gehälter der Werktätigen und Angestellten oder erhöhten sich nur unmerklich. Dazu haben sich immer mehr Haushalte durch Schulden in eine verzweifelte Lage gebracht. In den USA wie in Europa. Und vieles spricht dafür, daß sich diesbezüglich der Trend verstärken wird.

Wenn nun nach der Volksabstimmung in der Schweiz die Großprofiteure ihre EU-Politiker und Meinungsmacher zum Aufheulen und zu Drohgebärden animieren und der wehrhaften Schweiz gar mit Sanktionen drohen, dann ist das gewiß verständlich. Sind sie doch an einem möglichst großen erpreßbaren Multikulti-Lohnsklaven- und Konsumentenheer interessiert, um die Gewinnspiele verlängern zu können.

Daß damit früher oder später auch in der Schweiz soziale Spannungen, gar Arbeitskämpfe programmiert wären, darf wohl angenommen werden. Diese fatale Aussicht wird aber derzeit noch durch eine, ausbeuterischen Konzernen sicher wenig willkommene, geringe Arbeitslosenrate in der Schweiz verdeckt.

Das trotz massiver Sperrfeuer zustande gekommene Schweizer Ergebnis kommt noch dazu zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt, vor der EU-Wahl nämlich. Fühlt man sich doch beim Steigenlassen der mit schönsten Aussichten und Versprechungen gefüllten Luftballons erheblich gestört. Nach Widerstand gegen das berüchtigte TTIP-Freihandelsabkommen brauchte man nicht noch mehr Sand im Getriebe.

Lüge Freihandelsabkommen

Noch dazu liefert ein anderes Freihandelsabkommen, das zwischen den USA, Kanada und Mexiko (NAFTA), bereits Negativschlagzeilen. Das als Job-Maschine hochgejubelte Abkommen kostete die USA nämlich wegen der Abwanderung von Betrieben in das Billiglohnland Mexiko erst einmal 700.000 hochwertige Arbeitsplätze.

Da aber die über die Grenze gewanderten US-Konzerne die lokale mexikanische Wirtschaft unter Druck setzten, was zu manchen Schließungen führte, suchte ein Heer von minderqualifizierten arbeitslosen Mexikanern seinerseits Arbeit in den USA, was die Belastungen und sozialen Spannungen dort erhöhte und nicht zuletzt zu Lohndumping führte.

Unter dem Strich brachte NAFTA selbst in den USA die Gefährdung von Arbeitsplätzen, weniger Lohn und ein Auseinanderklaffen der Einkommensschere, aber Riesengewinne für Konzerne. Von den weiteren Nachteilen eines solchen Abkommens für die Staaten haben wir ja schon geschrieben, und so, wie es läuft, haben die TTIP-Verhandler noch viel vor.

Aber zurück zur Schweiz

Hier gelang es also den Befürwortern einer grenzenlosen Einreise- und Aufenthaltsfreizügigkeit vorerst einmal nicht, die Souveränität des Landes wie Emmentaler-Käse durchlässiger zu machen. Souveränität ist das Schlüsselwort, darum geht es. Das heißt, die Konzerne möchten sich selbstherrlich über die nationalen Regierungen und den Souverän setzen.

Die Schweizer haben natürlich nichts gegen Ausländer, aber sie wollen ihre nationale Souveränität bewahren. Die Schweiz ist eines der demokratischsten und tolerantesten Länder der Welt, und die Schweizer haben vor allem emotional entschieden, und das ist gut so. Sie haben sich für Ihr Land und ihre Kultur entschieden und dem unanständigen Ansinnen der Geldlobby, dem viele Schweizer dennoch erlegen sind, eine Absage erteilt.

Da dies alles aber vor einer möglicherweise kommenden, noch größeren Finanz- und Wirtschaftskrise als bisher zu sehen ist, könnte die Art und Weise, wie die Schweiz mit den zu erwartenden Schwierigkeiten der nächsten Zeit umgehen wird, zu einem Überlebenslehrstück für andere aufmüpfige Länder werden.

Bestelle Dein Haus…

Es ist übrigens wenig wahrscheinlich, daß die Schuldenunion aus ihrem selbstverschuldeten Dilemma ohne größere Kollateralschäden und ohne immense Belastungen für die EU-Bevölkerung herausfinden wird. Daher muß damit gerechnet werden, daß Brüssel unter bestimmten Umständen auch zu Gewaltmitteln greifen würde, um sich als künstliches gegen die europäischen Völker gerichtetes Projekt zu behaupten.

Aus diesem und anderen Gründen ist Vorsorge in jeder Hinsicht das Klügste, was man zu dieser Stunde tun kann. Ich zitiere dazu heute noch gültige Worte aus einem Brief des großen Deutschschweizer Kulturhistorikers Jakob Burckhardt (1823 – 1894) an den badischen Kreishauptmann Friedrich von Preen (1818 – 1897): „Bestelle Dein Haus usw., das ist das weiseste, was wir alle tun können, in ganz Mitteleuropa. Es wird anders, als es gewesen ist.“
Beitrags-Servicebereich
Kalenderblatt Datum: 10. Februar 2014
Autoren-Person
Autor:
Helmut Müller
Genre-Zuordnung
in:
Europa
  Überfremdung
  International
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