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Umgeben von Giftschlangen und Dieben?

von Helmut Müller
14.09.2013, Beitrag in:
 
Permalink: http://www.gegenargument.at/texte/159_Umgeben_von_Giftschlangen_und_Dieben
 
Finanz und Politik: Umgeben von Giftschlangen und Dieben
Finanz und Politik: Umgeben von Giftschlangen und Dieben
Es begann mit Skandalen, Betrügereien, Fehlspekulationen, Kursausschlägen an Börsen und Millionen-Boni für Banker. 2008 stand das Finanzsystem knapp vor dem Kollaps. Jetzt vor den Wahlen versuchen sich alle Politiker schon wieder in Zweckoptimismus, versprechen das Blaue vom Himmel, was bei hellen Köpfen als Träumerei oder Geschwätz registriert wird.
Was sich im kleinen Österreich bezüglich Reformfreudigkeit, eben auf dem Bankensektor auch, halbherzig tut, hat aber durchaus internationale Vorbilder. Und es wird Folgen haben. Einige Experten sehen die nächste Krise bereits am Horizont, schlimmer vielleicht als die vorangegangene. Was nicht verwundert, denn wie schon US-Präsident Andrew Jackson 1832 sagte, sei die Finanzwelt „eine Grube von Giftschlangen und Dieben“. Und die Politik ist dann wohl deren Heger und Pfleger.

Nur Symptome oberflächlich kaschiert

Gerade dort, wo die Krise ihren Anfang nahm, in den USA, ist ja keineswegs alles im Trockenen. Aus der Pleite der Investmentbank Lehman Brothers hat man anscheinend nichts gelernt, zumindest aber bis jetzt nichts unternommen, damit sich eine solche nicht wiederholt. Die Verantwortlichen wurden bis heute nicht vor Gericht gestellt.

Auch bei den Hypothekenfinanzierern Fannie Mae und Fredi Mac wurden bisher keinerlei Fortschritte erzielt, heißt es. Das Problem der „too big to fail“-Banken ist bis heute nicht gelöst.

Unverbindliche Verbindlichkeiten

Problembanken gibt es aber auch im Euro-Raum mehr als genug. Im deutschen Bankensystem sollen faule oder nicht liquide Vermögenswerte im Umfang von 600 Milliarden Euro gebunkert sein. Dazu kommt, daß die Deutschen für Schulden anderer Länder haften, die Rede ist von derzeit 86 Milliarden. Dabei wird es wohl nicht bleiben. Aber Genaueres erfahren wir nicht vor einer Wahl.

Laut Hans-Werner Sinn vom Münchner Ifo-Institut gibt es im gesamten Euro-Raum 6.400 Banken zu beobachten, deren Verbindlichkeiten 250 Prozent des gesamten Bruttoinlandsproduktes der Eurozone betragen. Herausragend zwar griechische Banken, die nur mit Notkrediten der EZB über die Runden kommen. Aber schon steht neben anderen auch das kleine Slowenien in der Warteschlange, weitere Problemkandidaten könnten folgen.

„Reformen“ als Machterweiterung Brüssels

Der Nennwert fauler und nicht liquider Papiere im Euro-Raum soll allein in den Bilanzen der so genannten „Bad Banks“ mehr als 1.000 Milliarden Euro betragen! Vergessen werden darf dabei auch nicht, daß insgesamt noch 720 Milliarden Euro an faulen Krediten in den Bilanzen der Banken schlummern sollen.

Auch im Euro-Raum sollte eigentlich das „too big to fail“-Dogma fallengelassen und ganz allgemein an die Wurzeln des Problems gegangen werden. Doch einer Finanzmarktreform widerstrebt sich die Finanzwelt hier wie dort. Und was die EU diesbezüglich ausbrütet (z. B. Bankenunion), läuft nur auf eine Machterweiterung Brüssels hinaus, tastet aber die Macht der Finanzoligarchen keineswegs an.

Man schafft Geld aus nichts

Während nun die Politiker herumrätseln und beinahe auf der Stelle treten, erschaffen die EZB in Frankfurt und die FED in Washington Geld aus nichts, indessen die Schuldenberge wachsen und wachsen. „Noch niemals“, so der englische Nationalökonom Ricardo um das Jahr 1800, hat eine Bank die unbeschränkte Machtbefugnis gehabt, Papiergeld in Umlauf zu setzen, ohne sie zu mißbrauchen“. Zum Segen der Hochfinanz, die immer mehr unsere Freiheit bedroht.

Die Banknotenemission im Besonderen ist ein gefährliches Unternehmen, deshalb sollten ihr nicht nur Grenzen gesetzt, sondern diese wieder den jeweiligen Nationalbanken überantwortet werden. Aber vielleicht muß dazu wirklich erst der endgültige Zusammenbruch dieses Finanzsystems kommen. Und in Folge ein Wechsel des politischen Systems.

Verluste rasch sozialisieren

Doch bis es überhaupt so weit kommt, werden erst einmal die Verluste des europäischen Bankensystems „sozialisiert“, das heißt, die Banken werden auf dem Rücken der fleißigen und tüchtigen „kleinen“ Männer und Frauen entschuldet. Mit Hilfe jener Politiker, die demnächst wiedergewählt werden. Es reicht!
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Kalenderblatt Datum: 14. September 2013
Autoren-Person
Autor:
Helmut Müller
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in:
Politik
  Wirtschaft
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