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Ecuador – der antiimperialistische Stolperstein Obamas

09.07.2013, Beitrag in:
 
Permalink: http://www.gegenargument.at/texte/156_Ecuador__der_antiimperialistische_Stolperstein_Obamas
 
Rafael Correa: Ecoador läßt sich von Amerikas Drohungen nicht beeindrucken.
Rafael Correa: Ecoador läßt sich von Amerikas Drohungen nicht beeindrucken.
Mit Wehe beobachtet man als – von politischem Selbstbewusstsein gänzlich entwöhnter – österreichischer Bürger das Auftreten anderer Staatsoberhäupter. Rafael Correa, Vertreter des ecuadorianischen Volkes, zeigt Courage, was wohl keinem westlichen Hampelmann einfallen würde. Er bietet den USA die Stirn und will Edward Snowden Asyl gewähren.
Wirklich beeindruckend, dass es noch Politiker mit Mut gibt. Dazu noch im 21. Jahrhundert, das so begann, wie das 20. geendet hat. Faule Kompromisse, lauwarme Handschläge und Verrat am eigenen Volk. Aber manchmal ergibt sich eine Chance für David, Goliath auf dünnes Eis zu locken.

Obama droht – Ecuador kommt zuvor

Aufgrund der Bereitschaft, Snowden Asyl bieten zu wollen, haben die USA Ecuador mit der Aufkündigung des Zollabkommens gedroht, das dem südamerikanischen Land jährlich 23 Millionen Dollar bringen soll. Ecuador kam einer etwaigen Aufkündigung seitens der USA zuvor, und kündigte seinerseits dieses Abkommen.

Das ließ Obama reichlich dumm dastehen. Sein Druckmittel war wirkungslos. Ecuador wirkt mit dem Asylangebot an Snowden, der die Überwachungsmaschinerie der USA publik machte, wie ein Kämpfer für die Meinungsfreiheit, unbeeindruckt von Drohgebärden der Amerikaner.

Die USA hingegen stehen da wie Schnüffler, Halsabschneider und Kanonenbootdiplomaten – und das zu Recht. Die Ecuadorianer haben den Amis vor der Weltöffentlichkeit die Hosen ausgezogen, mit so einem Vorgehen Ecuadors hat wohl niemand gerechnet.

Ein Zeichen stümperhafter Politik Amerikas

Durch die Drohgebärden ist wohl eine diplomatische Lösung für Amerika in weite Ferne gerückt. Wenn Obama nicht einen weiteren Trumpf im Ärmel hat, wird Ecuador Snowden wohl Asyl gewähren, genau so wie dem Wiki-Leaks-Gründer Assange, der in der ecuadorianischen Botschaft in London Zuflucht gefunden hat. Vorausgesetzt er findet einen Weg in das kleine Land.

Im Normalfall geht das amerikanische Kalkül wohl auf, sofort den Finger am Abzug zu haben. Diese Taktik funktioniert auch nur deshalb so gut, weil die meisten schon einknicken, bevor Obama überhaupt den Telefonhörer in die Hand nimmt. Widersetzt sich jemand hartnäckig, sind die Amerikaner mit ihrem Latein schnell am Ende und stoßen schneller an ihre eigenen Grenzen als erwartet. Dann kommen sie mit Panzer und Drohnen zurück, im Falle Snowdens würde das aber nicht gut ankommen. Die Begründung ließe sich auch die Schnelle nur schwer zusammenlügen.

An Correa kann sich so mancher ein Vorbild nehmen

Faymann oder Spindelegger könnten sich bei Ecuadors Correa was abschneiden – der Südamerikaner kriecht nicht vor der Supermacht. Er schlägt Geld aus und lässt sich sein Mundwerk nicht mit Dollars stopfen. Bei uns ist es wohl auch nur dem Vorwahlkampf zu verdanken, dass wir uns bei den Amis noch dafür bedanken, dass sie uns seit Jahrzehnten belauschen und bespitzeln, uns Ideen stehlen, um sich ihren eigenen Vorteil zu sichern.
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Kalenderblatt Datum: 9. Juli 2013
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International
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