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Grass' „Kreuzzug gegen den Staat Israel“

29.04.2012, Beitrag in:
 
Permalink: http://www.gegenargument.at/texte/14_Grass_Kreuzzug_gegen_den_Staat_Israel
 
Günther Grass (© Florian K.)
Günther Grass (© Florian K.)
Mit einiger Verspätung greifen nun israelische Autoren den Literaturnobelpreisträger Günter Grass an, weil dieser den Kunststaat Israel in seinem Gedicht „Was gesagt werden muß“ als eine Gefahr für den Weltfrieden bezeichnet hat. Kurioserweise verlangen dabei von Grass eine Distanzierung dessen von Irans Präsidenten Ahmadinedschad und dessen Drohungen zur Zerstörung Israels.
In einem Schreiben an die internationale Schriftstellervereinigung PEN haben Autoren aus Israel eine scharfe Verurteilung des deutschen Literaturnobelpreisträgers Günter Grass wegen dessen Israel-kritischen Gedichtes „Was gesagt werden muß“ eingefordert.

Scheinbar leiden die Autoren des „gelobten Landes“ an einem völligen Mangel an Selbstkritik. Weggewischt wird die Tatsache, daß Israel die einzige Atommacht im Nahen Ostens ist, und traditionell eine „präventive militärische Verteidigungspolitik“ verfolgt.

Kein Lob für iranische Außenpolitik

Geradezu kurios mutet es aber an, von Grass eine Distanzierung von den Aussagen des iranischen Präsidenten Ahmadinedschad zu fordern.
Grass hat die israelische Außenpolitik kritisiert, dabei aber keineswegs die iranische gelobt. Seit wann dürfen Künstler ihre Gabe nicht mehr gebrauchen, um vor politischen Mißständen oder Gefahren zu warnen? Ein atomarer Erstschlag würde ein Menschheitsverbrechen darstellen, egal von welcher Seite. Faktisch ist in Nahost derzeit nur Israel dazu in der Lage – und davor zu warnen, wird man auch einem Herrn Grass wohl noch zubilligen müssen.

Darin einen „Kreuzzug gegen den Staat Israel“ zu sehen, ist fast schon paranoid und zeigt, welch aggressiver geistiger Haltung diese Gruppe israelischer Autoren ist. Immerhin betrifft die ständig schwelende Kriegsgefahr im nahen Osten auch den Rest der Welt – Europa im Besonderen. So muß sich die israelische Politik endlich Kritik gefallen lassen, ohne diese sofort mit dem Totschlagargument des „Antisemitismus“ zu ersticken.
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Kalenderblatt Datum: 29. April 2012
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in:
International
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