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Weg mit den Mayas, her mit dem Zeitgeistdreck!

05.04.2013, Beitrag in:
 
Permalink: http://www.gegenargument.at/texte/137_Weg_mit_den_Mayas_her_mit_dem_Zeitgeistdreck
 
Montezumas Federkrone: Prunkstück im Völkerkundemuseum
Montezumas Federkrone: Prunkstück im Völkerkundemuseum
Eine Geschichte, die bis ins 19. Jahrhundert zurückreicht: Viele Sammlungen von Völkern der ganzen Erde, von fast allen Regionen, beherbergt das Völkerkundemuseum. Neben der politisch korrekten Umbenennung wird es zudem seinen eigenständigen Charakter verlieren und unter den Mantel des Kunsthistorischen Museums schlüpfen müssen.
Der Sitz des altehrwürdigen Museums für Völkerkunde ist ganz in der Nähe von unserem Bundespräsidenten und großen Staatsmann Heinz (Kim Jong) Fischer. Auch er hat sicher nichts gegen eine solch unnötige Umbenennung auszusetzen gehabt. Politische Korrektheit ist in Österreich in der veröffentlichten Meinung zur neuen Staatsreligion emporgestiegen.

Auch in der steirischen Landeshauptstadt gab es in der jüngeren Vergangenheit eine Umtaufung zu beklagen. Das älteste Museum Österreichs, das seinen Ursprung ebenfalls im 19. Jahrhundert hat, wurde im Jahr 2009 von Landesmuseum in „Universalmuseum“ mehr als unschick umbenannt. Ein wahrlicher Allerweltsname, der überhaupt nichts sagt. Man will damit einfach keine Identifizierung mit der Heimat aufkommen lassen.

Das Weltmuseum kommt

Offenbar nahm die Wiener Partie hier Anleihe am Grazer Vorbild. Der neue supermoderne und politisch korrekte Name des Völkerkundemuseums ist: Weltmuseum. Na, wenn das mal nicht ein klingender Name ist, der sich von allen anderen abhebt! Kulturminister Claudia Schmied von den Sozialisten jubelte schon allein ob der Bestellung des neuen Direktors des Völkerkundemuseums, der Mathematiker Steven Engelsman. Er solle die Entwicklung vorantreiben, gab sie zu verstehen.

Die Entwicklung, die Schmied in ihrem Ressort überall durchsetzen will, nämlich Gleichmacherei – wir denken an ihre grandiosen Schulprojekte und die Lehrerausbildung neu –, Freunderlwirtschaft – hier kommen uns z.B. finanzielle Zuwendungen für große Fische wie dem SPÖ-nahen Menasse in den Sinn – und rigoroses Durchgreifen bei Ungehorsam – da denkt man vielleicht an die Abberufung des PH-Direktors Märk in Tirol, der eine Lehrerausbildung gänzlich auf den Universitäten verlangte – führt die rote Claudia natürlich auch in der Kunst weiter. Deshalb ist das „Weltmuseum Wien“ nur eine allzu logische wie traurige Konsequenz.

Umerziehung und Ausrottung „alter“ Begriffe

Und die kühl-männlich wirkende Schmied, die sich eher Frauen hingezogen fühlt, lächelt immer, auch wenn sie jemanden hinauswirft oder ihre Ideologie durchsetzt. Doch wer jetzt glaubt, die zeitgeistigen Postenausschreibungen mit Wunschergebnissen – es schaut besser aus, wenn man eine renommierte Person vorschiebt, die im Sinne des Zeitgeistes „Völker“ ausradiert und daraus eine „Welt“ macht, als man täte es als Ressortleiter selbst – seien die Spitze in Österreichs Kulturpolitik, hat dem Kultursprecher der Grünen, Wolfgang Zinggl, noch nicht gelauscht.

Zinggl war das Völkerkundemuseum immer ein Dorn im Auge („welch ein anachronistischer Name“). Er möchte gar Einrichtungen sehen, „die für das kulturelle Zusammenleben pädagogische ... Aufgaben spielend erfüllen könnten“. Engelsman tue ihm Leid, da das Kunsthistorische Museum (die neue Dachorganisation) mit „interkulturellem Dialog so viel am Hut hat wie Tischtennis“.

Multikulti auch im Museum: Weg mit den Mayas und anderen Völkern, her mit Zeitgeistdreck. Verständigung, Dialog, Erdenbürger, Kosmopoliten und Kebap-Standl – das ist die Kultur des dekadenten 21. Jahrhunderts!
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Kalenderblatt Datum: 5. April 2013
Genre-Zuordnung
in:
Gesellschaftspolitik
  Linke Biotope
  Kultur
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