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Israelische Demokratie ist eine Fassade

22.11.2012, Beitrag in:
 
Permalink: http://www.gegenargument.at/texte/105_Israelische_Demokratie_ist_eine_Fassade
 
„Apartheid“ und Diskriminierung: Der sonst so moralisierende Westen sieht zu!
„Apartheid“ und Diskriminierung: Der sonst so moralisierende Westen sieht zu!
Seit Jahrzehnten leben Araber im Staate Israel, sind oft sogar Staatsbürger des Judenstaates. Auch hält Tel Aviv nach wie vor das Westjordanland – besiedelt vor allem mit Palästinensern – besetzt. Eine Umfrage unter jüdischen Israelis zu diesem Problemkreis läßt aufhorchen, offenbart sie doch Extremismus im auserwählten Volk.
Könnte es sein, daß der Zionismus der wahre Erbe des Nationalsozialismus ist? Die Politik Israels und Nachrichten aus dem Judenstaat könnten so etwas vermuten lassen. Über vereinzelte faschistisch anmutende israelische Stimmen habe ich an dieser Stelle ja schon einmal geschrieben.

Doch hinter der von Medien und Politik aufgebauten demokratischen Fassade Israels scheinen rassistische, ja faschistische Einstellungen sogar weiter verbreitet zu sein als angenommen. Das meine nicht nur ich, sondern darauf weist jetzt, unter anderem, eine in Israel selbst zwar umstrittene Meinungsumfrage hin, die der liberale „New Israel Fund“ durchführen ließ und worüber Gideon Levy in der Zeitung Haaretz kürzlich berichtete.

Diskriminierung pur

Demnach wünschen sich 59 Prozent der Juden in Israel, daß bei öffentlichen Stellenausschreibungen sie vor den Arabern zum Zug kommen. Und immerhin noch 49 Prozent wollen, daß der Staat Israel Juden bevorzugt behandelt, und 42 Prozent möchten nicht mit Arabern in einem Haus wohnen. Ebenfalls 42 Prozent möchten auch nicht ihre Kinder gemeinsam mit arabischen in einer Schule sehen.

Ein Drittel der israelischen Juden spricht sich übrigens dagegen aus, daß Araber an den Parlamentswahlen teilnehmen dürfen. Fast 70 Prozent würden den 2,5 Millionen Palästinensern das Wahlrecht zugestehen, wenn Israel im Gegenzug das Westjordanland endgültig annektieren darf.

Außerdem treten, der Umfrage zufolge, 74 Prozent der Israelis für getrennte Straßen für Juden und Araber im Westjordanland ein, und 47 Prozent sprechen sich dafür aus, die israelischen Araber zur palästinensischen Autonomiebehörde zu transferieren. Mehr als ein Drittel wünscht zudem, daß die illegalen Siedlungen dem israelischen Staatsgebiet einverleibt werden.

Zwischen einem Drittel und der Hälfte der israelischen Juden möchte angeblich in einem Staat leben, der offen Diskriminierung gegenüber Arabern betreibt. So verwundert es nicht, daß eine breite Mehrheit sich für einen Apartheid-Staat ausspricht, falls die besetzten Gebiete annektiert würden.

„Apartheid“ allgemein akzeptiert

Die Israelis seien noch nie so zufrieden mit sich selbst gewesen, schreibt Levy. Die meisten denken, Israel sei ein guter Platz zum Leben, und das nicht trotz, sondern wegen des Rassismus. Levy weist auch darauf hin, daß er früher schon einmal über die Ähnlichkeiten der Nürnberger Rassengesetze einerseits und der Einstellung der extremen Rechten in Israel andererseits geschrieben habe.

Er finde es erstaunenswert, daß eine Mehrheit der Israelis den Terminus „Apartheid“ jetzt schon akzeptiere, und wenn auch 48 Prozent sich gegen eine Annexion der besetzten Gebiete aussprechen, zurückgeben möchten sie diese aber auch nicht. Welche abscheuliche Tat, fragt sich Levy, müsse Israel erst noch begehen, damit die Welt interveniert, um Schlimmeres noch zu verhindern.

Der Westen sieht zu

Das wird wohl nicht zu verhindern sein, wenn sich westliche Politiker weiter an der langen Leine der Nationalzionisten führen lassen und den rassistischen „Apartheid“-Staat Israel fürderhin bedingungslos mit Geld und Waffen unterstützen. Denn selbst wenn der Wert der zitierten Umfrage von einigen hinterfragt wird (was bei Umfragen immer so ist), ändert das ja wenig an dem, was die israelische Politik bisher nachweislich für Nichtjuden in Israel und die Palästinenser bedeutet: Diskriminierung für die einen, Unterdrückung und Verfolgung für die anderen.

Ja, wie lange will die übrige Welt das wohl schwer bestreitbare Unrecht an Nichtjuden noch hinnehmen? Daß heutige Täter selbst einmal Opfer waren, kann kein ausreichender Grund dafür sein, daß man in deutschen Landen auf einem Auge noch immer blind ist.

Gerade auch rechten Oppositionspolitikern, ob blauäugig oder bloß berechnend, täte deshalb eine kritischere Haltung gegenüber israelischen „Freunden“ ganz gut. Oder sind auch für sie Araber nur Untermenschen, aber Israels Rassisten und Faschisten in Wirklichkeit Verwandte im Geiste? Das würde einiges erklären.
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Kalenderblatt Datum: 22. November 2012
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International
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George Bernard Shaw (1856 – 1950)